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Walt Mossberg: Apple befindet sich im Neustart-Modus

Apple-CEO Tim Cook
Apple-CEO Tim Cook Muss an der Wall Street kämpfen

Weise Worte von einem Apple-Kenner, wie es nur wenige gibt: Der mit Abstand wertvollste Konzern der Welt befinde sich im totalen Neustart-Modus, erklärte Tech-Reporter-Ikone Walt Mossberg im Gespräch mit dem Business Insider. Die totale Neuerfindung sei für Apple aber nicht schlecht …

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Man kann es das Comeback des Jahres nennen: Apple rennt von Jahreshoch zu Jahreshoch – und notiert bei nunmehr schon wieder 625 Dollar nur noch ganze 11 Prozent unter der historischen Bestmarke aus dem Spätsommer 2012. In Jahresvergleich notiert die Apple-Aktie gar 60 Prozent höher!

Die Krise des Vorjahres, als Kritiker schon lauthals die Ablösung von CEO Tim Cook forderten, scheint fast vollständig vergessen. Oder noch nicht?  Reporterlegende Walt Mossberg, langjähriger Gadget Guru des Wall Street Journal und heutiges Aushängeschild des Techportals re/code, erklärte dem Business Insider, dass sich Apple „mitten in einem Neustart“ befinde.

„Apple könnte auch eine Überholung der Kreativabteilung anstrengen“

„Man kommt da nicht drum herum. Und es ist nicht unbedingt etwas Schlechtes“, merkt der langjährige Freund von Steve Jobs an. „Durch den Tod dieses außergewöhnliches Mannes gehen sie gerade durch einen Neustart“, erklärt Mossberg. „Das sieht man daran, wen sie für das Retail-Geschäft engagiert haben und wie es sich als Fehler herausstellte“, erklärt Mossberg mit Blick auf den gescheiterten Apple Store-Manager John Browett.

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„Nun haben sie  jemanden verpflichtet, die viel über Mode und Stil weiß“ – nämlich die frühere Burberry-Chefin Angela Ahrendts. „Es würde mich nicht wundern, wenn Apple auch eine Überholung der Kreativabteilung anstrengen würde“, mutmaßt Mossberg in Anspielung auf die mögliche Übernahme von Beats und die damit zusammenhängende Verpflichtung von Musikmogul Jimmy Iovine. Mossberg vermutet, dass Iovine und Beats-CEO Ian Rogers vor allem kreative Talente für den TV und Video-Bereich an Land ziehen könnten.

Apple muss in der Cloud besser werden“

Doch Mossberg äußert auch Kritik an Apples Ist-Zustand. „Sie müssen besser in der Cloud werden. Bisher laufen Apples Cloud-Aktivitäten – so wollte es Steve Jobs – in der Synchronisierung fast unsichtbar ab. Das werden sie vielleicht überdenken müssen, denn die Leute wollen wie bei Dropbox sichtbar wissen, wo ihre Sachen in der Cloud eigentlich sind“, legt Mossberg den Finger in die Wunde.

„Und sie müssen plattformübergreifender denken. Apple sollte sich überlegen, ob Dienste wie iMessage und FaceTime nicht viel größer wären, wenn sie auf allen Geräten liefen“, fragt sich Mossberg. Mit der Aussage dürfte er unter Apple-Aktionäre indes ziemlich alleine dastehen: Alles, was bis Mitte September zählt, sind neue Gerüchte um das iPhone 6. Neuste Spekulation: Die Telekom habe Kunden laut Apfelpage bereits das Launch-Datum zur Verlängerung genannt – demnach wird das iPhone am 19. September erwartet.

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