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Mein Content, dein Content: Urheberrechts-Debatte um Heftig.co

Viral ist für sie normal: Heftig-Macher Michael Glöß (l.) und Peter Schilling
Viral ist für sie normal: Heftig-Macher Michael Glöß (l.) und Peter Schilling

Kaum haben sich die Macher der immens erfolgreichen Viral-Website Heftig.co der Öffentlichkeit zu erkennen geben, haben sie auch schon eine Urheberrechts-Debatte am Hals. Die Rhein Zeitung wirft die Frage auf, ob es okay ist, wenn Heftig.co Inhalte von anderen Viral-Seiten wie dem us-amerikanischen viralnova.com einfach nur übersetzt. Der Sprecher von Heftig.co stellt sich auf den Standpunkt, dass Heftig"explizit kein journalistisches Angebot" sei. Die Sache dürfte noch nicht ausdiskutiert sein.

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Ein Großteil der beliebten Heftig-Inhalte seien Kopien und Übersetzungen von us-amerikanischen Websites gewesen, schreibt die Rhein Zeitung. In der Anfangszeit von Heftig.co haben sich die Macher Michael Glöß und Peter Schilling offenbar besonders gerne bei viralnova.com bedient – eine Seite die nach exakt denselben Mechanismen funktioniert wie Heftig.co. Heftig-Sprecher Thomas Huber von der PR-Agentur semanticom betonte gegenüber der Rhein Zeitung, dass Heftig auch in der Vergangenheit stets geprüft habe, „ob die Inhalte zur Veröffentlichung frei waren und, wenn dies nicht der Fall war, uns um die Genehmigungen der Rechteinhaber bemüht.“ Die Wahrung der Urheberrechte habe bei Heftig.co Priorität.

Die Rhein Zeitung führt indes auch Fälle auf, die nicht ganz eindeutig sind. So habe Heftig.co zumindest in einem Fall ein Video kopiert und selbst erneut hochgeladen. Und der Fotograf Stefan Dietze habe sich beschwert als seine Fotos bei Heftig.co auftauchten. Die Daily Mail hatte die Rechte an den Fotos eines verlassenen Hotels gekauft, diese wurden dann von viralnova weiterverbreitet und schließlich von von dort von Heftig.co auch übernommen. Nach einem Hinweis des Fotografen hat heftig.co den entsprechenden Artikel allerdings entfernt. Inhalte entwickeln in der Digitalwelt schnell ein Eigenleben, das nicht immer mit dem Urheberrecht in Einklang zu bringen ist.

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Sollte Heftig.co seine Vermarktung professionalisieren wollen, wird das Portal nicht umhin kommen, sich stärker als bisher mit der Rechte-Frage auseinanderzusetzen. Heftig-Sprecher Thomas Huber sagte auch: In Zukunft werden wir noch mehr eigene Inhalte erstellen und unser Rechtemanagement für Fremdinhalte weiter professionalisieren.“ Auch bei Heftig ist man sich also offenbar bewusst, dass hier eine Problematik besteht.

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