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Absage an Essen: „Eisenfuß“ Rolf Bollmann geht nicht zur Funke-Gruppe

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Kein Wechsel nach Essen: Rolf Bollmann, aka "Eisenfuß"

Der Schweizer Medienmanager Rolf Bollmann wechselt nicht zur Funke Mediengruppe. Eine entsprechende Meldung des Branchendienstes Newsroom wurde auf Nachfrage von MEEDIA bestätigt. Gründe für die Absage wurden zunächst nicht genannt. "Eisenfuß" Bollmann sollte die NRW-Zeitungen auf Vordermann bringen.

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Das hätte interessant werden können. Ein Medienmanager, der „Eisenfuß“ genannt wird, Journalisten in Interviews auch mal „Taugenichtse“ nennt und für hartes Durchgreifen bekannt ist, kommt nun doch nicht nach Essen. Rolf Bollmann, bisher Chef der Basler Zeitung Medien AG, hätte zum Sommer Verlagsgeschäftsführer der Funke Mediengruppe in Nordrhein-Westfalen werden sollen. „Wir brauchen einen Zeitungsmanager, der innovativ ist und Spaß daran hat, unsere Titel weiterzuentwickeln und Neues auf die Beine zu stellen“, hatte Funke-Geschäftsführer Manfred Braun gegenüber MEEDIA erklärt.

Warum es nun nicht zu dem Wechsel kommt – unklar. Ob Bollmann seine Aufgaben in der Schweiz zurückhalten oder die Ablehnung des unbequemen Managers auf Seiten der Belegschaft in Essen doch zu heftig ausfiel. Gerade letzteres ließe sich eigentlich nicht vorstellen. Bollmann war der Kandidat von Martin Kall, dem Chef des Aufsichtsrates der Funke-Meediengruppe. Auf Sensibilitäten in Redaktionen wird erfahrungsgemäß in Essen eher seltener Rücksicht genommen. Auch wenn seit einiger Zeit durchaus der Eindruck aufkam, dass die beiden Chefs der WAZ bzw. der Funke-Mediengruppe, Manfred Braun und Thomas Ziegler, sich verstärkt darum bemühen, den Mitarbeitern ihre Strategie zu erläutern.

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Im Funke-Freitagsblog von Braun und Ziegler werden „persönliche Gründe“ für die Absage genannt. „Wir bedauern das sehr“, heißt es in dem Beitrag, der an alle Mitarbeiter der Verlagsgruppe geht. Ein Ersatzkandidat scheint schon in den Startlöchern zu stehen: „Wir haben bereits konkrete Vorstellungen, wie es weitergeht, und werden sie darüber sehr bald informieren“, schreiben Ziegler und Braun.

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