WAZ-Recherchechef David Schraven verlässt Funke-Gruppe

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David Schraven verlässt die WAZ

WAZ-Oberrechercheur David Schraven verlässt die Essener Regionalzeitung. Dies bestätigte die Funke Mediengruppe auf Nachfrage. Schraven übernahm vor über vier Jahren das Ressort Recherche am Content Desk der vier Funke-Zeitungen in NRW.

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Das Rechercheteam ist für Funke und die WAZ insofern bemerkenswert, als dass es nur wenige Regionalzeitungen mit einem systematisch investigativ arbeitenden Journalistenteam gibt. Schraven hat für die WAZ Pionierarbeit geleistet. Er selber erwähnt in einem Statement gegenüber MEEDIA „Enthüllungen zu Krankenhauskeimen, zur organisierten Kriminalität, zu Korruption und Machtmissbrauch“.

Bei Funke heißt es, Schraven wolle sich „neuen Herausforderungen“ stellen. Vor zwei Wochen, als MEEDIA eine entsprechende Information erhielt, hatte Schraven seinen Abgang noch dementiert. Offenbar waren zu diesem Zeitpunkt die Details der Trennung noch nicht verhandelt. Der Information zufolge könnte er bald für einen alten Bekannten arbeiten. Offenbar will der ehemalige Funke/WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach eine Stiftung für investigativen Journalismus aufziehen. Eine Bestätigung dieses Hinweises steht noch aus. Schraven antwortet auf Nachfrage: „Es gibt Gerüchte. Aber mehr nicht.“

Bei Funke heißt es, Schravens Entscheidung habe nichts mit der Demission des langjährigen WAZ-Chefredakteurs Ulrich Reitz zu tun. Dennoch ist es auch kein Geheimnis, dass Schraven nicht zu den Reitz-Kritikern zählt. Die Gesellschafter der Funke-Mediengruppe haben erst kürzlich einen Wechsel an der Spitze der großen Regionalzeitung beschlossen.

Schraven sagt: „Es hat immer viel Spass gemacht, gemeinsam mit den kompetenten und leidenschaftlichen Kollegen eine Zeitung zu machen. Ich danke allen und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg beim Aufbau der neuen Funke Mediengruppe.“
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