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Facebook-Lobbyist Gunnar Bender wechselt als Kommunikator zu Arvato

Gunnar Bender. Quellenangabe: „obs/arvato AG“
Gunnar Bender. Quellenangabe: "obs/arvato AG"

Gunnar Bender, bisher oberster Facebook-Lobbyist in Deutschland, wechselt zu Bertelsmann. Genauer: zur Dienstleistungstochter Arvato. Bei Arvato verantwortet der 43-Jährige künftig die Unternehmenskommunikation. Er wird direkt an den Vorstandschef Achim Berg berichten.

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In seiner neuen Position verantwortet Bender zukünftig als Executive Vice President Corporate Communications, Marketing and Public Policy die, wie es so schön heißt, „integrierte Unternehmenskommunikation“ des Unternehmens. „Mit Gunnar Bender kehrt ein exzellenter Kommunikationsmanager zu Bertelsmann zurück, der in unterschiedlichen Leitungsfunktionen eindrucksvoll bewiesen hat, dass er sowohl über die fachliche als auch über die soziale Kompetenz verfügt, um die zukünftige Entwicklung von Arvato kommunikativ zu begleiten und zu gestalten“, so Achim Berg. „Ich freue mich, ihn in unserem Führungsteam begrüßen zu können und wünsche ihm auch im Namen meiner Vorstandskollegen viel Erfolg.“

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Zurück? Tatsächlich war der gebürtige Gütersloher bereits für AOL (wir erinnern uns, Bertelsmann hielt mal Anteile), die E-Plus Gruppe sowie die Bertelsmann AG tätig. Vielen dürfte sein Name aber vor allem aus Lobbykreisen ein Begriff sein. Der promovierte Rechtsanwalt hat in den vergangenen Jahren die Kontakte des Unternehmens zu Staat und Verwaltung in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgebaut. Da Lobbyarbeit im Wesentlichen nicht -öffentlich stattfindet, lässt sich eine Erfolgsbilanz schwer ziehen.

Immerhin: Benders Aufgabe beim weltgrößten Social Network war auch keine einfache. Immer wieder stand das Unternehmen in den vergangenen Jahren in der Kritik. Zumeist liefen Datenschützer wegen mangelnder Privatsphäre Sturm. Wer auf Bender bei Facebook folgt, ist noch unklar. Bislang hat sich das Unternehmen auch auf Nachfrage von MEEDIA nicht dazu geäußert.

„In den letzten zwei Jahren hat Gunnar Bender einen wichtigen Beitrag für Facebook und unseren Dialog mit politischen Entscheidungsträgern in Deutschland geleistet“, erklärte ein Sprecher des Social Networks allerdings. „Zudem war er auch ein wichtiger Teil unseres nationalen sowie des globalen Teams und bereicherte politische Debatten mit seiner langjährigen Erfahrung. Wir bedauern sehr, dass Gunnar sich dazu entschieden hat, Facebook zu verlassen, bleiben aber natürlich sowohl privat, als auch professionell in Freundschaft verbunden und wünschen ihm für das nächste Kapitel seiner Karriere viel Erfolg!“
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