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Handelsblatt sieht Anlegerzeitschrift Der Aktionär im „Zwielicht“

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Die Zeitschrift Der Aktionär erscheint in der Börsenmedien AG

Das Handelsblatt berichtet am Donnerstag über Artikel in der Anlegerzeitschrift Der Aktionär, die Ende 2012 einen Fonds "regelrecht gefeiert" hätten. Nun mehrten sich Sorgen bei Anlegern dieses Fonds, dass sie am Ende der dreijährigen Laufzeit auch ihre "üppig verzinste Rückzahlung" erhalten. Die Wirtschaftszeitung sieht das Börsenblatt im "Zwielicht".

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In einem der Artikel, die auch auf der Website des Fonds zu lesen sind, ist von der „Königsklasse Managed Futures“ die Rede. Diese Anlageklasse verspreche Renditen „von 30 Prozent und mehr“. In einem Interview hervorgehoben wird der Fonds Panthera Global Trading A.

Nun warteten nach Darstellung des Handelsblatts „mehrere Anteilseigner“ seit Februar vergeblich auf die monatliche Übersicht ihrer Geldanlage. Eine Ausschüttung ist erst am Ende der Laufzeit im Dezember vorgesehen. Das angepeilte Fondsvolumen lag bei 50 Millionen Euro.

Möglicherweise sei die Zeitschrift „nicht ganz unabhängig“ gewesen, berichtet das Handelsblatt, als sie den Fonds damals lobte. Denn der Chefstratege für die Geldanlage des Fonds sei nach eigenen Angaben neun Jahre Redakteur von Der Aktionär gewesen. Die „Managed Futures“-Artikel, in denen der Panthera-Fonds empfohlen wurde, sind allerdings nicht mit Autorenzeile gekennzeichnet.

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Markus Horntrich, der Chefredakteur von Der Aktionär, sagte gegenüber dem Handelsblatt, es habe keine Gegenleistungen für Artikel gegeben. Werbeslogans sollten nicht als redaktionelle Formulierungen in Artikel einfließen. Und doch gebe es „viele Parallelen“, heißt es in dem kritischen Artikel über das Börsenmagazin. Ob nun „Königsdisziplin“ (Der Aktionär) oder „Königsklasse“ (Werbeprospekt) – so groß sind die Unterschiede nicht.

Die Zeitschrift gehört zur Börsenmedien AG von Bernd Förtsch. Die Wirtschaftswoche berichtete zuletzt im August 2013 über den Unternehmer und Verleger. Er sei ein „Investor mit mysteriösem Geldkreislauf“.

MEEDIA gehört zur Verlagsgruppe Handelsblatt. 

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