Eigener Content hui, Aggregieren Pfui: Google bringt das Panda-Update 4.0

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Tech Es ist das Angstwort unter SEO-Experten: Panda! Gemeint ist ein großangelegtes Update des Suchalgorithmus von Google. Danach ist selten alles beim Alten, dafür herrscht nur wenig Licht - und viel Schatten. So auch mit der neuen Version 4.0, die diese Woche veröffentlicht wurde.

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„Panda“ hat ein Ziel: 2011 eingeführt sollen mit dem Update Seiten mit schlechtem Content abgestraft werden. Schlechter Content heißt: eine stark suchmaschinenoptimierte Seite mit wenig Inhalten von geringer Qualität. Dabei ist es ein ständiges Wettrennen mit der SEO-Branche, die mit allerlei Tricks versucht, die Webseiten der Kunden möglichst prominent in den Suchergebnissen zu platzieren. Betroffen sind davon laut Searchengineland.com dieses Mal rund 7,5 Prozent aller Suchanfragen. Für Nutzer ist das Update durchaus von Vorteil, da auf diese Weise glaubwürdigere Quellen höher gerankt werden.

Viele Verlierer, aber auch etliche Gewinner

pandaWer sind also die Gewinner und Verlierer des aktuellen Panda-Updates? Natürlich veröffentlicht Google selbst keine Statistiken, doch die Web-Analysten von Searchmetrics haben mit Blick auf die Sichtbarkeit von Webseiten einige der größten Gewinner und Verlierer im deutschsprachigen Web zusammengetragen.

So rutscht etwa eBay um 20 Prozent in der Sichtbarkeit bei Google ab, die Preissuchmaschine Idealo ebenfalls. Auf Content-Seite erwischt es außerdem ndr.de, die ebenfalls 20 Prozent verlieren, sowie transfermarkt.de und blog.de (ebenfalls 20 Prozent). Unter den weiteren Absteigern finden sich zudem viele Schnäppchen-Portale und Wetterseiten.

Hinzugewinnen konnten Ladenzeile.de (100 Prozent), aboalarm.de (50 Prozent), prinz.de (50 Prozent), fitforfun.de (100 Prozent), wissen.de (100 Prozent), stylight.de (100 Prozent) und motorvision.de (250 Prozent).

Der Panda beißt nicht nur

Die Ansage an die SEO-Branche ist klar: Wer nur aggregiert und wenig bis keinen eigenen Content liefert, der hat künftig schlechte Karten, sich im Suchmaschinen-Ranking auf die vorderen Plätze zu bringen. Keine guten Nachrichten für Schnäppchen-Portale und etliche Vergleichsseiten.

Was ist dieses Mal anders? Google bestraft nicht nur. Zum einen ließ der Suchmaschinenkonzern über seinen obersten Spam-Beauftragten Matt Cutts sowie via Twitter über das Update informieren, zum anderen werden dieses Mal Seitenbetreiber nicht nur abgestraft, sondern mitunter auch belohnt.

 

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