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Prinovis konnte Magazin nicht halten: Spiegel wechselt Druckerei

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Weil der Spiegel auf das Offset-Druckverfahren umsteigen will, wird das Nachrichtenmagazin zukünftig von Mohn Media in Gütersloh und Stark Druck in Pforzheim aufs Papier gebracht. Der Spiegel-Verlag bestätigt damit eine Meldung, dass der Vertrag mit dem Bertelsmann-Springer-Joint-Venture Prinovis nicht verlängert wird.

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„Für uns ist wichtig, dass wir mit den neuen Druckverträgen und dem neuen Druckverfahren unsere Bemühungen um noch mehr Aktualität und Flexibilität im Zusammenhang mit dem vorgezogenen Erscheinungstag des Spiegel bestmöglich unterstützen“, erklärt Verlagsleiter Matthias Schmolz.

Der Wechsel vom Tief- in den Offset-Druck ist bereits seit längerem bekannt.

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Für den Druckkonzern Prinovis, an dem Bertelsmann zu 74,9 Prozent und Axel Springer zu 25,1 Prozent beteiligt sind, geht damit ein wichtiger Kunde verloren. Der Spiegel-Auftrag mit einer wöchentlichen Auflage von rund einer Millionen gedruckten Exemplaren belaufe sich nach Schätzungen aus Branchenkreisen auf 20 bis 25 Millionen Euro pro Jahr, schätzte das Handelsblatt, das zuerst über einen Druckerei-Wechsel berichtete, im März. Mit Mohn Media bleiben die Aufträge aber immerhin noch zum Teil im Hause Bertelsmann. Der Konzern aus Gütersloh ist über das Verlagshaus Gruner + Jahr auch am Spiegel-Verlag (rund 25 Prozent) beteiligt.

Prinovis hat das Hamburger Nachrichtenmagazin 14 Jahre lang gedruckt. Bis 2005 war das Joint Venture von Bertelsmann und Axel Springer alleinige Druckerei von Gruner + Jahr. Seit wenigen Monaten wird der Spiegel bereits am Standort Ahrensburg bei Hamburg gedruckt und nicht mehr am Standort Itzehoe, den das Druckereiunternehmen im April aufgeben will. Seit 2001 wird der Spiegel ebenfalls von Prinovis in Dresden gedruckt.

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