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Marmor schnallt den Gürtel enger: NDR muss 37 Mio. Euro sparen

NDR-Intendant Lutz Marmor
NDR-Intendant Lutz Marmor

2015 werden die Rundfunkbeiträge um wenige Cent sinken: NDR-Intendant Lutz Marmor reagiert und kündigt vor dem Verwaltungsrat für die Jahre 2015 und 2016 Einsparungen von insgesamt rund 37 Millionen Euro an. Grund sei, dass die KEF den öffentlich-rechtlichen Anstalten weniger Etat zugestanden habe, als beantragt.

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Die durch den neuen Rundfunkbeitrag erzielten Mehreinnahmen dürfen nämlich nicht angetastet werden und dienen als Rücklage. Wie Marmor den Verwaltungsrat des Norddeutschen Rundfunk (NDR) am Freitag unterrichtete, werden die 37 Millionen Euro Einsparungen „fast alle Bereiche“ der Anstalt betreffen. Ausgenommen vom Sparen werden die vier Landesfunkhäuser, da deren Etats ohnehin schon besonders knapp bemessen seien. Der Intendant, der gleichzeitig den Vorsitz der ARD inne hat, wolle aber vermeiden, dass unter den Einsparungen das Programm leide. Zudem sei auch kein weiterer Stellenabbau geplant. Wo und in welchem Umfang im Detail gespart wird, teilte Marmor nicht mit. Noch müssen Rundfunk- und Verwaltungsrat dem Sparplan des Intendanten zustimmen. 

„Es ist schon eine paradoxe Situation: Das neue Beitragsmodell funktioniert glücklicherweise und bringt mehr Beitragsgerechtigkeit und mehr Erträge. Davon haben die Sender aber zunächst nichts, sie dürfen die Mehrerträge nicht ausgeben. Anders als oft behauptet wird, bleibt das Geld also knapp. Aus diesem Grund müssen wir – wie schon in den vergangenen Jahren – weiter sparen und werden das so programmschonend wie möglich tun“, kommentiert Marmor. 

New York: NDR übernimmt vom WDR Federführung des ARD-Hörfunkstudios

Marmor und der Verwaltungsrat kamen am Freitag allerdings nicht nur zusammen, um über Einsparungen zu reden. Das Gremium bestätigte auch Personalentscheidungen, die der Intendant vorgeschlagen hat. So wird Kai Clement am 1. Juli die Nachfolge der WDR-Journalistin Claudia Sarre als ARD-Hörfunkkorrespondentin in New York antreten. Damit übernimmt der NDR auch die Federführung vom WDR.

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Zudem wird Philipp Abresch, derzeit Auslandskorrespondent im ARD-Studio Tokio, zum ersten September auf Robert Hetkämper als ARD-Fernsehkorrespondent und Studioleiter in Singapur folgen. Uwe Schwering wird zum selben Zeitpunkt Fernsehkorrespondent und Studioleiter in Tokio. Er arbeitet derzeit als Redakteur im NDR  Programmbereich Zeitgeschehen/Ausland. Von April 2003 bis Juli 2008 war Schwering ARD-Auslandskorrespondent in London.

Am 1. Januar 2015 wird Sandra Ratzow als ARD-Fernsehkorrespondentin in Washington antreten und dort Karin Dohr ablösen. Ratzow übernahm bereits Vertretungen in den ARD-Studios in Washington, London, Stockholm, Singapur und Paris.

Als letzte Personalie segnete der Verwaltungsrat die des neuen Leiters im ARD-Hörfunkstudio Washington ab. Diese Stelle wird zum 1. Januar 2015 Martin Ganslmeier übernehmen. Er ist bereits seit Juli 2012 Hörfunkkorrespondent in der US-Hauptstadt und seit Januar 2014 Leiter des bisherigen Hörfunkstudios von NDR und WDR.

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