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Die Henris gehen an Spiegel, Zeit, Geo und SZ-Magazin

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© dpa

Willkommen im Raritätenkabinett des Qualitätsjournalismus - so wurden die Gäste des Zehnten Henri Nannen Preises begrüßt. Motto dieses Jahr: Zirkus. Die Henris gingen an Journalisten von Spiegel, Zeit, Geo und SZ-Magazin. Auch die Henris standen im Zeichen der NSA-Enthüllungen, der NSA-Enthüller Edward Snowden wurde zugeschaltet.

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Ein „besonderes Jahr für den Journalismus“ sei es gewesen, sagte Gruner+Jahr-Chefin Julia Jäkel zur Begrüßung. G+J verleiht den Henri, benannt nach dem Stern-Erfinder Henri Nannen. Wären Programme wie Prism, Tempora und die Arbeit der NSA ohne Medien herausgekommen? Oder die Steuerhinterziehung des Uli Hoeneß? Wem haben wir die Nachzahlungen zu verdanken, fragte Jäkel. Die Antwort liegt natürlich auf der Hand – dem Qualitätsjournalismus verdanken wir das.

Die Preise gingen schließlich an das NSA-Team vom Spiegel (Investigation – die Truppe, die das abgehörte Kanzlerinnen-Handy publik machte), Özlem Gezer vom Spiegel für ihre Reportage über Cornelius Gurlitt (Kisch-Preis!), Wolfgang Uchatius von der Zeit (Essay – er war sogar mit zwei Texten nominiert), Malte Henk von Geo (Dokumentation) und Moises Saman für die beste Fotoreportage im SZ-Magazin.

Den Verlierern gab Laudator Alexander Gorkow von der Süddeutschen Zeitung, der selber im vergangenen Jahr nominiert war, aber leer ausging, ein paar Sätze mit auf den Weg, die sie bei der Afterparty oft zu hören bekommen würden: „Deine Geschichte war ganz ganz toll“, „Was hast du erwartet, schau dir die Jury doch an“ und „Alexander, ich könnt jetzt Stories aus den letzten beiden Jurysitzungen erzählen, aber ich will dir den Abend nicht versauen“.

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Den Sonderpreis für Verdienste um die Pressefreiheit bekam wie bereits bekannt die investigative Journalistin und Dokumentarfilmerin Laura Poitras, die gemeinsam mit Glenn Greenwald die Dokumente von Edward Snowden veröffentlichte. „Natürlich brauchen wir Verschlüsselung“, sagte sie. Zugeschaltet wurde Snowden aus Moskau, der für eine freie Gesellschaft „nach dem Terror“ warb. Eher ungewöhnlich, dass ein Informant den Journalisten bei einer Preisverleihung dankt, die seine Daten zu Stories gemacht haben.

Ebenfalls bereits bekannt war der Preisträger der Auszeichnung für das journalistische Lebenswerk – sie ging an den Publizisten Alfred Grosser.

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