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Chefredakteurin der New York Times Jill Abramson überraschend gefeuert

Das Hauptquartier der New York Times in Manhattan
Das Hauptquartier der New York Times in Manhattan

Völlig überraschend hat Verleger Arthur Sulzberger Jr. die Chefredakteurin der New York Times, Jill Abramson, nach weniger als drei Jahren gefeuert. Laut Guardian soll Abramson sich noch nicht einmal von ihrer Redaktion verabschiedet haben. Ihr Nachfolger Dean Baquet geht in die Geschichtsbücher ein - als erster Afroamerikaner an der Spitze der New York Times.

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Verleger Sulzberger soll mit dem Management des Newsrooms der Times nicht zufrieden gewesen sein. Auch zwischen Abramson und Baquet soll es Meinungsverschiedenheiten gegeben haben, zuletzt wegen einer Personalie. Das berichtet die New York Times in eigener Sache – übrigens alles andere als glattgebügelt. Verschiedene Stimmen werden gehört, interne Streitigkeiten nicht ausgespart, Enttäuschung über Sulzbergers Entscheidung thematisiert.

Sulzberger begründete die neue Besetzung in einer Stellungnahme an den Newsroom damit, die New York Times müsse sich schneller an die „digital-first reality“ anpassen. Sulzberger dankte Abramson, die nach weniger als drei Jahren an der Spitze gehen muss – und begrüßte ihren bisherigen Stellvertreter Baquet. Dieser sei ein „enthusiastischer Unterstützer“ des Kurses, auf dem sich die New York Times befinde.

Innerhalb von wenigen Minuten, berichtet der Guardian, sei das Impressum der Zeitung geändert worden. Ein Artikel in Politico habe bereits im vergangenen Jahr nahegelegt, Abramson habe nicht die volle Unterstützung ihrer Redaktion. Auf Abramsons Habenseite stehen allerdings nicht nur die acht Pulitzer-Preise, die in ihrer Amtszeit an die Zeitung gingen. Die Times galt international auf dem Weg der digitalen Transformation als führendes Blatt.

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