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1.500 Dollar! Google Glass in den USA nun für jedermann erhältlich

Die Datenbrille von Google. (Foto: dpa)
Die Datenbrille von Google. (Foto: dpa)

Der Tag X ist da: Nach zwei Jahren des Wartens können US-Bürger nun endlich ohne weitere Auflagen zu Google Glass-Käufern werden. Keine Bewerbungen, Empfehlungen, oder Ein-Tages-Angebote hindern Interessenten mehr daran, zum Glasser zu werden. Nur den Teststatus müssen Datenbrillenträger weiter akzeptieren – Google lässt sich damit weiter die Hintertür im Falle eines Fiaskos offen.

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Was für einen Unterschied zwei Jahre machen können. Im April 2012 überraschte Google die Welt mit einem neuen Testballon, den der Internetriese über sein soziales Netzwerk  losließ und „Project Glass“ nannte – eine Datenbrille sollte die Welt verändern. 25 Monate später scheint klar: Die Welt ist nicht bereit für Google Glass, obwohl sie gewartet und noch mal gewartet hat.

Da waren die ersten 7.000 Exemplare, um die sich Tester bewerben konnten und selbst Bild-Chefredakteur Kai Diekmann zum obersten Fanboy mutieren ließen, da waren eintägige Verkaufsevents. Und doch spricht die Techwelt heute mehr denn je vom kommenden iPhone 6 und der iWatch statt von Googles unausgereifter Datenbrille, die mit immer mehr Negativität besetzt scheint, so dass ihre Träger in der Öffentlichkeit schon mal attackiert werden.

US-Verkauf für jedermann beginnt, „solange der Vorrat reicht“

Und trotzdem noch 1.500 Dollar für den Selbstversuch bezahlen, also die Summe für ein iPhone 5s, iPad Air und iPod touch zusammen? Mit Ausnahme der Tatsache, als einer der ersten dabei gewesen, spricht nicht mehr besonders viel für den teuer erkauften Pionierstatus: Die Datenbrille ist in ihrer Anwendung – von der schwachen Batterieleistung über die unterdurchschnittliche Kameraperformance bis hin zum kaum vorhandenen App Store – Smartphones weiter unterlegen.

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Trotzdem weitet Google sein Verkaufsprogramm einen Monat nach dem Eintagesverkauf mit angezogener Handbremse nun aus. Ab sofort könne jeder in den USA zum Glass-Käufer werden – „solange der Vorrat reicht“, teilte Google nach Handelsschluss mit. Allerdings nehmen Käufer damit weiter am „Explorer-Programm“ teil und sind also Tester.

Weiter im Beta-Stadium

In der Praxis bedeutet das nichts anderes, als dass sich Google weiter einen Weg offen hält, sich im Falle des Scheiterns halbwegs geräuschlos zurückzuziehen – Garantien zur Weiterentwicklung des Projekts gibt es nicht. Die Verfügbarkeit steuert der nach Apple und ExxonMobil drittwertvollste Konzern schließlich selbst.

Ein offizieller Verkaufsstart für den Massenmarkt steht damit immer noch aus – Google Glass bleibt im Beta-Stadium und Google damit hinter seinem eigenen Zeitplan zurück. Vor einem Jahr wurde Aufsichtsratschef Eric Schmidt mit der Bemerkung zitiert, er erwartete den Launch für Verbraucher in etwa einem Jahr.

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