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Weitere Panne bei „Quizduell“ im Ersten: Datenleck bei 50.000 Nutzern

Macht trotz streikender Technik einen guten Eindruck: „Quizduell“-Moderator Jörg Pilawa
Macht trotz streikender Technik einen guten Eindruck: "Quizduell"-Moderator Jörg Pilawa

Jörg Pilawas "Quizduell" im Ersten steht unter keinem guten Stern: Nach einem angeblichen Hackerangriff und einen Zusammenbruch des Spieleservers während der Premiere kommen jetzt weitere, unschöne Details ans Tageslicht: Daten von rund 50.000 App-Mitspielern waren ungeschützt abrufbar.

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Das berichtet Heise Security, die bereits deswegen mit der verantwortlichen Produktionsfirma itv und dem Sender Kontakt aufgenommen haben. So war es möglich, mit einem Trick die Klarnamen, Wohnorte, Geburtsdaten und sogar Mail-Adressen der Nutzer abzugreifen. Von rund 190.000 registrierten Nutzern für die Mitspiel-Aktion waren laut Heise rund 50.000 betroffen.

Unklar ist weiterhin, ob es überhaupt einen Hackerangriff gegeben hat und wie der Serverausfall zustande kam. Der Sender arbeitet weiterhin unter Hochdruck an einer Lösung. Das muss er auch, denn die nächste Folge läuft bereits am heutigen Dienstagabend um 18 Uhr. Die Premiere fiel bereits ins Wasser.

Sicherheitslücke könnte weiterhin bestehen
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Als erstmals die Teilnehmer via App antworten sollten geschah: nichts. Pilawa argwöhnte zunächst, dass die Server überlastet seien. Später war die Rede von einem Hacker, der die “Quizduell”-Premiere kaputtgemacht habe. Pilawa wandte sich sogar an den unbekannten Unhold: “Wenn du einen Hintern in der Hose hast, dann melde dich. Ich lade dich in die Sendung ein.” NDR-Programmdirektor Frank Beckmann sprach am Abend davon, dass man noch “Ursachenforschung” betreibe.

Statt mit den App-Nutzern, für die ein Extra-Bereich in der Rate-Anwendung eingerichtet worden war, spielte Pilawa am Montag mit dem Studiopublikum. Gut möglich, dass das Erste heute erneut auf die Zuschauer vor Ort zurückgreifen muss. Dann wären das Experiment „interaktives Fernsehen“ gehörig gescheitert. Bislang hat sich der Sender noch nicht dazu geäußert, ob die Sicherheitslücke geschlossen ist.

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