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Peinlich: „Quizduell“-App auch bei zweiter Sendung defekt

Pannenserie geht weiter: Das „Quizduell“ steht unter keinem guten Stern. Foto: Screenshot Das Erste
Pannenserie geht weiter: Das "Quizduell" steht unter keinem guten Stern. Foto: Screenshot Das Erste

Das ist peinlich. Nach dem Totalausfall am Montag hat Das Erste "Das Quizduell" am Dienstag fortgesetzt. Direkt zu Beginn musste Moderator Jörg Pilawa einräumen, dass die Technik-Probleme der App, mit der die Zuschauer auch von zuhause mitspielen sollten, noch immer nicht behoben sind. Auch ruderte er zurück, was die Gründe für den GAU am Vortag angeht.

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Man möchte nicht in der Haut dieses Moderators stecken: Auch am zweiten Tag stand Jörg Pilawa im Studio des „Quizduell“ und musste ein Social-TV-Quiz präsentieren, bei dem nichts funktioniert  hat wie geplant. Bei der Premiere am Montag schmierten die Server ab, sodass das Mitspielen via App von zuhause nicht möglich war. Während der Sender am Dienstagvormittag noch behauptet hatte, man sei einem Hacker zum Opfer gefallen, ruderte Pilawa in der Sendung am Abend zurück. Man habe immer noch nicht klären können, was die genaue Ursache für den Totalausfall war. „Das Hacken war nicht der einzige Fehler“, musste Pilawa zugeben. Es sei klar, dass auch andere Gründe zum Defekt der App geführt haben.

Viel schlimmer ist, dass die Programmverantwortlichen an der Fortsetzung der Sendung festhalten haben, obwohl das Konzept nicht aufgeht. Auch am Dienstag fand das „Quizduell“ nur zwischen Studiokandidaten und Studiopublikum statt. Und wieder schlampte die Produktion (ITV Studios) – die Abstimmungsgeräte für die Studiozuschauer reichten nicht aus.

Twitter-Nutzer loben Pilawas Einsatz
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Während Pilawa am Montagabend schnell reagierte und das Desaster charmant wegmoderieren konnte, wussten die Verantwortlichen am Dienstag, was auf sie zukommen würde und bereiteten sich entsprechend vor. Zu Beginn versuchte die Redaktion spöttische Witze aus dem Netz möglichst selbstironisch wiederzugeben. Statt einen Twitterfeed einzublenden, zeigten die Macher nur einzelne Tweets. Entsprechende Späße über eine altbackene ARD (wie „Wenn sie die Sendung aufgezeichnet haben wollen, schicken wir Ihnen gerne eine VHS zu“) wirkten eher verzweifelt, schienen dennoch beim Publikum anzukommen. Auf Twitter erntet der Moderator vermutlich so viele Sympathien wie noch nie – trösten dürfte ihn das trotzdem nicht wirklich.

Weitere Panne: Sicherheitsleck während Totalausfall, Sender um Aufklärung bemüht

Wie lange Das Erste noch braucht, um hinter das Serverproblem zu steigen, hat sie am Dienstag nicht mitgeteilt. Im Laufe des Tages kamen sogar noch mehr Pannen ans Licht. Mit der Technik ist offenbar auch die Sicherheit ausgefallen, sodass mehr als 50.000 Daten von Nutzern abhanden gekommen sind. Noch während der zweiten Sendung meldete sich Das Erste mit einer Stellungnahme zu Wort: „Wir nehmen es sehr ernst, dass Daten von registrierten Nutzern für das ‚Quizduell‘ während der Belastungstests zeitweise bedauerlicherweise nicht ausreichend geschützt waren. Im Anschluss an die Tests wurde die Sicherheitslücke umgehend geschlossen. Es wird derzeit geprüft, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang auf die Daten zugegriffen wurde.“ Der Sender wolle umgehend darüber informieren, sobald Klarheit in dieser Sache herrsche.

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