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Heuschrecke Paragon sichert sich Weltbild

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Eine Heuschrecke sticht Verleger aus: Nicht Thalia-Eigner Advent, das Verlagshaus Bastei Lübbe oder Holtzbrinck sichern sich den 66 Jahre alten Traditionsverlag Weltbild, sondern der Private Equity-Investor Paragon. Das berichtete die Online-Ausgabe des manager magazins gestern Abend.

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Die Verlagsgruppe Weltbild hatte am 10. Januar ihre Insolvenz angemeldet. Das Augsburger  Medienunternehmen gehört mehrheitlich der römisch-katholischen Kirche in Deutschland. Die Gesellschafter wollten kein Geld mehr für die Sanierung ausgeben. 2013 hat Weltbild rund 100 Mio. Euro Verlust erwirtschaftet.

Paragon offenbar an Übernahme aller Verlagsteile interessiert

Im Zuge der Pleite hatte die Insolvenzverwaltung jüngst Umstruktierungspläne bekanntgegeben, wonach das Filialnetz der Weltbild-Buchläden ausgedünnt werden soll. 53 der insgesamt 220 Weltbild-Ladengeschäfte sollen schließen, 300 von insgesamt 1.300 in den Filialen beschäftigten Mitarbeiter gehen müssen.

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Paragon, das nach eigener Aussage über Eigenkapital in Höhe 650 Millionen Euro verfügt, will Weltbild offenbar mit allen Verlagsteilen – inklusive Filialgeschäft und Tochtergesellschaften in der Schweiz und Österreich – übernehmen, allerdings wollen sich die Gläubigerbanken beteiligen. Wie manager magazin online berichtet, hätten Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und die Gläubigerbanken mit Paragon bereits einen Vorvertrag unterzeichnet.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll die Übernahme durch Paragon von der Gewerkschaft Verdi gegenüber den verbliebenen 2200 Mitarbeiter am heutigen Montagnachmittag verkündet werden.

 

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