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ESC: Conchita Wurst siegt und fast 9 Mio. Deutsche sehen zu

„Eurovision Song Contest“-Gewinnerin 2014 Conchita Wurst
"Eurovision Song Contest"-Gewinnerin 2014 Conchita Wurst

Abgesehen von den beiden Lena-Jahren war der "Eurovision Song Contest" 2014 der quotenstärkste der jüngsten acht Jahre. 8,96 Mio. sahen zu - 760.000 mehr als im Vorjahr. Mithalten konnte allenfalls der ZDF-Krimi "Kommissarin Lucas", der Wettbewerb, den Conchita Wurst für Österreich gewann, war aber auch im jungen Publikum die klare Nummer 1.

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Hier sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Tolle Zuschauerzahlen für den „ESC“

8,96 Mio. sahen also die dreieinhalbstündige Show aus Kopenhagen im Durchschnitt. Der Marktanteil lag damit bei grandiosen 34,7%. Der „ESC“ toppte damit die beiden Vorjahre – auch wenn der deutsche Beitrag von Elaiza chancenlos war. Doch womöglich war der schon im Vorfeld auch in Deutschland aufkeimende Hype um Conchita Wurst ein Grund für das größere Interesse. Der Blick auf die längerfristigen Zahlen zeigt sogar, dass seit 2007 nur die beiden „ESC“-Shows mit Lena bessere Zahlen verzeichneten. 2010 sahen 14,69 Mio., 2011 noch 13,93 Mio. zu. Diese Werte sind natürlich vorläufig unerreichbar, die 8,96 Mio. sind aber die drittbeste Zahl der jüngsten acht Shows. Im jungen Publikum sahen 4,48 Mio. 14- bis 49-Jährige zu – das reichte sogar für 41,9% und selbstverständlich ebenfalls für den klaren Tagessieg.

2. „Kommissarin Lucas“ stärkste „ESC“-Alternative

Trotz der starken Zahlen der Musikshow im Ersten erzielte auch das ZDF überaus ansehnliche Quoten. So entschieden sich 6,16 Mio. um 20.15 Uhr für „Kommissarin Lucas“ – ein toller Marktanteil von 20,5%. Bis zum Start des „ESC“ um 21 Uhr war der Krimi damit sogar die Nummer 1, denn den „Countdown für Kopenhagen“ sahen zwischen 20.15 Uhr und 21 Uhr im Ersten nur 4,84 Mio. Leute (16,9%). Das stärkste Prime-Time-Programm der Privatsender waren „Die 10 krassesten Beauty-Phänomene“ auf RTL: 2,49 Mio. Seher und 8,5% sind allerdings für den Sender keine glücklich machenden Zahlen.

3. Privatsender auch im jungen Publikum weit unter ihren Möglichkeiten

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Nicht nur insgesamt, auch bei den 14- bis 49-.Jährigen enttäuschten RTL & Co. mit unbefriedigenden Zahlen. Nur 1,23 Mio. junge Menschen schalteten „Die 10 krassesten Beauty-Phänomene“ ein – unschöne 12,3%. „Martin Rütter Live!“ sahen danach sogar nur 1,02 Mio. (8,9%). Sat.1 kam mit „Shrek 2“ und 930.000 (8,7%) ebenfalls nicht in Normalform und ProSieben schaffte mit „Bad Sitter“ nur 860.000 bzw. 8,2%. „Beilight – Biss zum Abendbrot“ versagte danach sogar mit 680.000 und nur 6,1%.

4. Grandiose Zahlen für Stefanie Hertel im mdr Fernsehen, Bundesliga verabschiedet sich mit 1,52 Mio. Fans

Die Musikfreunde, denen der „ESC“ zu modern ist, schalteten offenbar in Scharen das mdr Fernsehen ein. Dort gelang es nämlich der Sendung „Stefanie Hertel – Die große Show zum Muttertag“ mit 1,48 Mio. Sehern einen für mdr-Verhältnisse herausragenden Marktanteil von 4,9% und Platz 23 in den Samstags-Charts einzufahren. Noch ein paar mehr Zuschauer verzeichnete Sky am Nachmittag: 1,52 Mio. verfolgten die letzten Entscheidungen der Bundesliga-Saison 2013/14 – ein Marktanteil von 11,4% und die höchste Samstagnachmittag-Zuschauerzahl für den Fußball seit dem 12. Spieltag.

5. Auch die zweite Privat-TV-Liga in der Prime Time mies, Vox überzeugt am Vorabend mit „3 Engel für Tiere“

Noch schlechter als für die drei großen Privatsender lief es in der Samstags-Prime-Time für die drei Sender der zweiten Liga. So war kabel eins im jungen Publikum mit überschaubren 3,6% bis 4,2% für die Serien „Navy CIS“ und „Navy CIS: L.A.“ noch am erfolgreichsten. RTL II kam mit „Glimmer Man“ um 20.15 Uhr nur auf 390.000 14- bis 49-Jährige und 3,7%, Vox mit „Bulletproof Monk“ auch nur auf 460.000 und 4,3%. Deutlich besser lief es für den Sender am Vorabend: Die neue Reihe „3 Engel für Tiere“ startete um 19.10 Uhr mit immerhin 620.000 jungen Sehern und schönen 8,4%.

Die Top 20 der 14- bis 49-Jährigen und eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit finden Sie immer an dieser Stelle.

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