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FT: Apple bietet 3,2 Milliarden Dollar für Kopfhörer-Hersteller Beats

Apple CEO Tim Cook, Kopfhörer von Beats
Apple CEO Tim Cook, Kopfhörer von Beats

Es wäre die größte Übernahme der Firmenhistorie: Mehr als drei Milliarden Dollar ist Apple angeblich bereit, für den Köpfhörer-Hersteller Beats Electronics zu bezahlen. Das berichtet die Financial Times. Der Deal könnte bereits in der kommenden Woche abgeschlossen werden.

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Die Ansage hallt bis heute nach: „Wenn wir in Zukunft einmal jemanden übernehmen müssen, um das fehlende Puzzlestück zu finden, um etwas ganz Großes Wirklichkeit werden zu lassen, dann könnten wir dafür einfach einen Scheck ausstellen“, hatte der damalige Konzernchef Steve Jobs vor drei Jahren am Rande der Aktionärsversammlung verkündet. Apple sitzt bekanntlich auf enormen Barreserven von inzwischen über 150 Milliarden Dollar.

Hat der wertvollste Konzern der Welt nun zumindest ein mittelgroßes Puzzlestück gefunden? Gemessen am Übernahmeziel sieht es nicht unbedingt danach aus: Beats Electronics, das wifi-fähige Kopfhörer in Retro-Look zwischen 100 und 200 Euro anbietet, erscheint auf den ersten Blick nicht wie die Akquisition, auf die Apple seit Jahrzehnten gewartet hat.

Beats: Investorenwechsel von HTC zu Carlyle

Der von HipHop-Ikone Dr. Dre und dem Musikproduzenten Jimmy Iovine gegründete Kopfhörer-Hersteller ist ein Accessoire-Anbieter mit einem Anfang des Jahres gestarteten Streaming-Angebot, das mit gerade 500.000 Nutzern weit hinter den Konkurrenten Spotify, Pandora & Co zurückhängt. Beats sieht auf den ersten Blick damit nicht gerade wie ein zukunftsweisender Kauf aus, zumal selbst der kleinere Smartphone-Rivale HTC seine Anteile nach kurzer Zeit wieder verkaufte.

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Ursprünglich hatte HTC 2011 die 50-Prozent-Mehrheit für 300 Millionen Dollar erworben, um sie im vergangenen Jahr für 425 Millionen Dollar wieder an Beats Electronics zurückzureichen, das sich seinerseits später den Private Equity-Investor Carlyle ins Boot holte. Carlyle erwarb im Herbst 2013 für 500 Millionen Dollar die Hälfte an Beats, was die Bewertung damit auf eine Milliarde Dollar hochschraubte.

Beats wäre die mit Abstand größte Apple-Übernahme

Und nicht mal ein Jahr später zahlt Apple nun mehr als den dreifachen Preis für einen Deal, der Beats zur mit Abstand teuersten Übernahme der 38-jährigen Unternehmenshistorie des iKonzerns machen würde?

Es bleiben also Fragezeichen. Tatsächlich berichtet die FT auch weiter, der Deal wäre noch nicht in trockenen Tüchern und könnte noch scheitern. Aktionäre reagierten auf die Nachricht nach Handelsschluss nicht besonders: Die Aktie fiel leicht – aber doch erkennbar – um 1,50 Dollar.

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