WirtschaftsWoche: Miriam Meckel folgt auf Roland Tichy

Gruppenfoto beim 25. Jubiläum der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten Anfang Februar: Anne Will, Miriam Meckel und Handelsbaltt-Herausgeber Gabor Steingart
Gruppenfoto beim 25. Jubiläum der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten Anfang Februar: Anne Will, Miriam Meckel und Handelsbaltt-Herausgeber Gabor Steingart

Publishing Wechsel an der Spitze der WirtschaftsWoche: Zum 1. Oktober wird Miriam Meckel neue Chefredakteurin des Magazins. Die Publizistin und Medienwissenschaftlerin folgt auf Roland Tichy, der als Geschäftsführer zur neu gegründeten DvH Ventures wechselt. Das gab die Verlagsgruppe am Donnerstag bekannt.

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Die neue Chefredakteurin startet mit vielen Vorschusslorbeeren. So bezeichnet Handelsblatt-CEO Gabor Steingart die 46-Jährige als „eine exzellente Journalistin und engagierte Grenzgängerin zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft“. Mit ihrer Kreativität und ihrem intellektuellen Tiefgang bedeute sie eine „große Bereicherung für die WirtschaftsWoche und die gesamte Verlagsgruppe Handelsblatt“. Und weiter: „Ich bin mir sicher, dass diese sehr unabhängige Persönlichkeit, die in sich soviel Zukunftswissen gesammelt hat, uns bei der Transformation vom traditionellen Zeitungsverlag zum modernen Medienhaus nach Kräften unterstützen wird.“

Auch Dieter von Holtzbrinck zeigt sich „glücklich und auch ein bisschen stolz“ über den Neuzugang. „Frau Meckel bringt wirtschaftliches Wissen und politische Erfahrungen mit, die der WirtschaftsWoche zusätzlichen Nutzen und neue Leserinnen und Leser bringen dürften. Sie ist bestens mit den Erwartungen der kommenden Entscheidergenerationen vertraut und kennt deren Medien-Nutzungsverhalten ebenso wie deren Denk- und Sichtweisen“, so der Verleger.

Gerade am Lesermarkt muss das Magazin in seinem schwierigen Marktumfeld kämpfen. Im ersten Quartal lag die Gesamtauflage bei 153.359 Exemplaren. Im vierten Quartal 2012 lag diese noch bei 178.756 Exemplaren. Damit schlagen sich die Düsseldorfer allerdings noch besser als viele Konkurrenten.

Meckel freut sich auf das „herausfordernden, aber auch vielversprechenden Marktumfeld“. Ihrer Meinung nach gebe es derzeit kaum einen spannenderen Prozess als die Digitalisierung unserer Welt, „die für den Journalismus viele neue Möglichkeiten bereithält. Die zu entwickeln finde ich extrem reizvoll, auch weil mich dieser Schritt zu meinen journalistischen Wurzeln zurückführt.“

Die Leitung einer Print-Redaktion ist für die gebürtige Hildenerin Neuland. Journalistisch arbeitete sie bislang ausschließlich beim Fernsehen. Seit 2005 ist Meckel Professorin für Corporate Communication und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen sowie Beraterin für strategische Kommunikation.

Aber auch ihr Vorgänger wird dem Magazin publizistisch erhalten bleiben. Er wird weiter als Kommentator zu Wort kommen. Tichy hat seit rund zwei Jahrzehnten leitenden Funktionen innerhalb der Verlagsgruppe Handelsblatt inne. 2007 übernahm er die Führung der WirtschaftsWoche. Jetzt wechelt er die Geschäftsführung der frisch gegründeten DvH Ventures. Die neue DvH-Tochter soll künftig die digitalen Ventureaktivitäten der Verlagsgruppen der DvH Medien durch Startup-Investitionen in digitale Geschäftsmodelle flankieren. Neben Tichy sind bei der DvH Ventures als Geschäftsführer Oliver Finsterwalder und Peter Richarz und als Investment Director und Mitglied der Geschäftsleitung Fabian von Trotha tätig.

 

 

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