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ProSiebenSat.1 bleibt im ersten Quartal 2014 auf Wachstumskurs

ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling
ProSiebenSat.1-Vorstandschef Thomas Ebeling

Alles im Lot in Unterföhring: Die ProSiebenSat.1-Gruppe ist auch im ersten Quartal dieses Jahres weiterhin auf Wachstumskurs. Ausgerechnet wegen des wichtigen Digitalgeschäfts kletterte der Umsatz zwar um nur 3,3 Prozent, ist mit 581,1 Millionen Euro aber zufriedenstellend - wie auch die errechneten Gewinne.

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Von Januar bis April steigerte der Konzern sein um Einmaleffekte bereinigtes Ergebnis im operativen Geschäft vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (recurring EBITDA) im Vergleich zum letzten Quartal 2013, um knapp zehn Prozent auf 140,1 Millionen Euro. Das Konzernergebnis liegt auf Grund nicht fortgeführter Geschäfte in Osteuropa bei 36,2 Millionen Euro. Um die in Ungarn und Rumänien abgetrennten Geschäfte bedeutet das jedoch einen bereinigten Konzernüberschuss von 55,7 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 9,7 Prozent.

Der Blick auf die einzelnen Unternehmensbereiche verrät: Geschäftstreibend hat sich im ersten Quartal 2014 der Vertrieb und Pay- und HD-Sendern ausgewirkt. Die „Broadcasting German-speaking“-Sparte entwickelte sich bei ProSiebenSat.1 positiv und erwirtschaftete 19,7 Millionen Euro. Zu verdanken sei dies unter anderem wachsenden Abo-Zahlen der Free-TV-Programme in HD. Innerhalb einer Jahresfrist seien sie um 1,3 Millionen auf 4,6 Millionen gestiegen (ein Plus von 41 Prozent). Das HD-Geschäft ist für TV-Unternehmen attraktiv, weil es die Abhängigkeiten von Werbeerlösen verringere, unterstreichen die Unterföhringer. Dabei gibt sich die Gruppe vorausschauend, denn das Werbegeschäft scheint stabil. Daran hält ProSiebenSat.1 einen Brutto-Marktanteil von 44,4 Prozent und bleibt damit auf Vorjahresniveau.

Im digitalen Geschäft kletterte der Gewinn um 9,6 Prozent auf 105,9 Millionen Euro. In den ersten drei Monaten des Jahres sei das Geschäft durch Verschiebung von Umsätzen in Folgequartale geringer als in den Vorquartalen ausgefallen. Auf Jahressicht rechnet der Konzern daher mit einem zweistelligen Umsatzanstieg. Bereits im ersten Quartal hat die Gruppe ihre mobile Verbreitung durch Kooperationen und Partnerschaften mit der Deutschen Telekom, Magine oder Zattoo erhöht. Mit der im Juni startenden App 7TV sind alle Sender fortan auch im Livestream verfügbar – ein Video-On-Demand-Angebot ist ebenso enthalten.

„Wesentliche Umsatzbeiträge“ seien zudem aus dem E-Commerce und dem dort aufgebautem Travel-Portfolio rund um die Beteiligungen an billiger-mietwagen.de und mydays.de sowie die im Januar 2014 zum ersten Mal in den Konzernabschluss einbezogenen Reiseportale weg.de und ferien.de gekommen.

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Wachsende Verluste bei Red Arrow Entertainment

Trotz des guten Gesamtergebnisses schlüsseln sich im Kleinen auch Verluste auf. Zwar konnte die Content Production & Global Sales beim Umsatz um 3,6 Prozent zulegen und brachte somit rund 26 Millionen Euro ein. Einen Verlust konnte das auf Grund wachsender Kosten aber nicht ausgleichen. Unterm Stricht steht das Segment sogar bereinigt bei Minus 2,5 Millionen Euro (recurring EBITDA) und damit um 1,3 Millionen Euro schlechter als noch im Vorjahr dar. In Content Production & Global Sales fällt die Produktionstochter ProSieben Arrow Entertainment Group. Der TV-Konzern macht Verschiebungen von Auftragsproduktionen in die Folgequartale verantwortlich.

 

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