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Kein Bikini-Body: Fitness-Magazin Shape zensiert 86-Kilo-Abnehmerin

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Kann man zu viel abnehmen, um in einem Fitness-Magazin abgedruckt zu werden? Offensichtlich ja. Shape verbot einer Frau, die 172 Pfund abgenommen hatte, im Bikini zu posieren. Nun steht das Blatt in der Kritik und musste sich offiziell entschuldigen.

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Dabei hatte das Magazin sich zuvor an die disziplinierte Abnehmerin gewendet. Die amerikanerin Brooke Birmingham hatte zuvor 172 Pfund bzw. 86 Kilo abgenommen und darüber gebloggt. Nach eigener Aussage nahm sie ohne Diät, dafür mit gesunder Ernährung und einem gesünderen Lebensstil ab.

Wie Birmingham berichtet, hatte sich das Fitness-Magazin an sie gewandt und um ein Bild für seine „Sucess Stories“ gebeten – eine Rubrik, die regelmäßig erfolgreiche Abnehmgeschichten von Privatpersonen porträtiert. Als die Bloggerin dann ein Bild von sich im Bikini verschickte, kam die plötzliche Absage.

„Ein ‚anderes‘ Danach-Foto“ gewünscht

Die Begründung: Man wolle nur Frauen zeigen, die bekleidet abgebildet sind. Wer einmal einen Blick auf die Webseite oder das Magazin geworfen hat, der merkt schnell: Stimmt der Body, dann sind die Frauen auch weniger stark bekleidet abgelichtet.

Woran liegt’s? Birmingham vermutet, dass ihr Körper trotz des großen Gewichtsverlustes nicht den Schönheitsidealen eben jenes Magazins entspricht, das einen gesunden Lebensstil propagiert. Denn wenn so viele Kilos purzeln, sind schlaffe Haut und Dehnungsstreifen normal.

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Die Bloggerin wollte den Lesern demonstrieren, wie ein Körper nach so vielen verlorenen Kilos aussieht – ohne Photoshop und kaschierende Kleidung. Doch der verantwortliche Redakteur antwortete mit folgender Nachricht: „Hi Brooke, es war toll, mit Ihnen zu sprechen. Meine Ressortleiter hätten gern, dass Sie ein anderes „Danach“-Fotos schicken. (Sie sehen natürlich toll aus, aber sie wollen lieber eins, auf dem Sie ein Oberteil anhaben).“

Shape reagierte mittlerweile und ließ über einen Sprecher verkünden, dass es sich um ein Missverständnis mit einem freien Autoren handelt. „Das steht nicht in Einklang mit den redaktionellen Werten unserer Redaktion. (…) Shape rühmt sich damit, Frauen wie Brook zu feiern. Die Annahme, dass wir wegen eines solchen Fotos nicht über sie berichten würden, war falsch, und wir wären stolz gewesen, ihre inspirierende Geschichte mit unseren Lesern zu teilen.

Auf Facebook und in ihrem Blog erfährt Birmingham mittlerweile eine Welle der Solidarität.

 

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