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Alibaba-IPO: Google, Facebook, Amazon & Co unter Druck

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Alibaba: Bereits einer der zehn wertvollsten Konzerne der Welt

Internetaktien haben es in diesen Tagen schon schwer genug, doch die Vorzeichen könnten sich bald noch weiter verfinstern. Ausgerechnet der möglicherweise größte Börsengang aller Zeiten, der vom chinesischen Internet-Champion Alibaba bestritten wird, könnte die amerikanische Platzhirsche massiv unter Druck setzen, glaubt Wall Street-Veteran James Cramer.

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Anleger sind auf Wendepunkte an den Aktienmärkten fixiert wie Historiker beim Aufstieg und Fall von Nationen – oft genug bietet die Börse ihnen schließlich diesen einen, großen Event, der alles verändert. In der jüngeren Vergangenheit ist er gerade mal zwei Jahre her: Facebook debütierte im Mai 2012 an der Börse – und legte mit seinem unerwarteten Flop dann erst mal den Markt für Neuemissionen fürs komplette Jahr lahm.

Die Geschichte könnte sich wiederholen, diesmal nur vorweggenommen. Nach Einschätzung von Wall Street-Veteran James Cramer könnte der chinesische E-Commerce-Riese, der vorgestern seinen Zulassungsantrag an der Nasdaq eingereicht hatte, gehörigen Einfluss auf die Marktentwicklung nehmen – und zwar lange bevor Alibaba im Sommer tatsächlich an der Wal Street debütiert.

Bürde Alibaba-IPO: „Es fehlt einfach das Geld für ein IPO in diesen Dimensionen“

„Das Letzte, was der Markt jetzt braucht, ist dieser Börsengang“, erklärte der nie um klare Worte verlegene CNBC-Moderator und Gründer von TheStreet.com beim Finanzportal.  „Es wird passieren. Man muss sich fragen, ob Alibaba auf die Erde kam, um den Bullenmarkt in Tech- und E-Commerce-Aktien zu beerdigen“, formuliert Cramer in gewohnter Metaphorik die Zeitenwende.

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Warum sich der 59-Jährige so sicher ist? „Die  Börse wird wie jeder Markt von zwei Dingen bestimmt: Angebot und Nachfrage“, erklärt Cramer. Und tatsächlich muss Letzteres mit entsprechenden Mitteln finanziert werden.  „Um es ganz klar zu sagen: Es fehlt einfach das Geld für ein IPO in diesen Dimensionen“, twitterte Cramer gestern noch einmal.

Internetaktien-Crash bereits als Vorbote des Alibaba-IPOs?

Die Folge: Der Konkurrenz von Alibaba dürften Anleger das Kapital entziehen – und die ist überwiegend in den USA beheimatet. „Nach Lektüre des Börsenprospekt dürften Aktionäre von Amazon, Google, eBay und Facebook versucht sein, ihre Aktie verkaufen, um Papiere von Alibaba zu erwerben“, glaubt Cramer.

Die Erklärung dafür findet sich schnell in der Mathematik: Die vorläufige 9-Monatsbilanz, die Alibaba mit dem Zulassungsantrag vorgelegt hat, dokumentiert explosives Wachstum und eine unerhörte Gewinnmarge von 47 Prozent, mit der weder Google noch Facebook und schon gar nicht Amazon mithalten halten. Überträgt man die Hypothesen auf den breiten Markt, könnte der Kapitaltransfer aus hochgewetteten Internetaktien bereits begonnen haben, wie der jüngste Dotcom-Crash nahelegt…

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