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Skandal-Folgen: ADAC verliert 290.000 Mitglieder

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Selten sind die Folgen eines PR-Gaus so gut messbar, wie im Fall des ADAC: Wie der Interimschef August Markl im Interview mit der Zeit zugeben musste, verlor der ADAC seit Bekanntwerden der Manipulationen beim Autopreis Gelber Engel 290.000 Mitglieder.

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Allerdings wirkten sich nicht nur die Betrugsvorwürfe rund um die Leserwahl zum PS-Preis negativ auf die Mitglieder-Bilanz des ADAC aus. Auch die Berichte um manipulierte Tests und Bevorzugungen bei der Pannenhilfe taten ihr Übriges.

In dem Interview mit der Wochenzeitung versicherte Markl, weder von den Manipulationen noch von anderen unrechtmäßigen Aktivitäten gewusst zu haben. Als sich der Betrug beim Autopreis Gelber Engel bewahrheitete, habe er selbst es zunächst nicht glauben können. „Für mich ging eine Welt unter, als dann der erste Untersuchungsbericht vorlag.“  Mittlerweile spüre er hingegen einen immensen Reformwillen, „als sei ein Schalter umgelegt worden.“

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Ganz so dramatisch ist der Mitgliederschwund allerdings auch nicht. Gesehen auf die Gesamtmitgliederzahl beträgt er 1,5 Prozent.

Am kommenden Samstag wird der ADAC auf seiner Hauptversammlung in Saarbrücken über seine Zukunft debattieren. Bereits im Vorfeld gab es wiederum Ärger, weil der Club ARD und ZDF verbot, während des Treffens zu filmen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung kritisierten die ARD- und ZDF-Chefredakteure Thomas Baumann und Peter Frey die Pläne. Ein Verbot von Film- und Tonaufnahmen während des öffentlichen Teils der Hauptversammlung sei „höchst bedauerlich“ und widerspreche den Äußerungen des ADAC, man wolle sich nach den hauseigenen Skandalen reformieren und zukünftig für mehr Transparenz sorgen.

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