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Julia Engelmanns Nachfolger: Brite sorgt mit „Look Up“ für Yolo-Viralhit

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Next Julia Engelmann: Gary Turk und "Look Up"

Monate nach Julia Engelmanns Poerty Slam-Hit "One Day" hat das Web eine neue Carpe-diem-Ansprache. "Look up" heißt sie und schildert, was passiert, wenn man sich zu sehr auf Smartphones und Social Media fokussiert – man verpasst vielleicht die Liebes seines Lebens. Der klischeebeladene 5-Minuten Clip des Briten Gary Turk geht auf YouTube komplett viral.

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Julia Engelmann war nicht genug. Der pathetische Refrain der Psychologie-Studentin hängt bis heute als Ohrwurm nach, den man lieber nie gehört hätte: „Eines Tages, Baby, werden wir alt sein und all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.“ Ja, ja – was man so als 21-Jährige an Lebensweisheit verbreitet.

Kaum hat sich das deutschsprachige Web und die hiesige Medienbranche an der RTL-Soap-Darstellerin („Alles was zählt“) abgearbeitet, kursiert im Social Web die Yolo-Varianate ihres britischen Bruders im Geiste, Gary Turk. „Look up„, lautet der YouTube-Hit der Stunde, der allein am Montag fünf Millionen Mal abgerufen wurde und es seit seit seinem Launch vor elf Tagen auf 17 Millionen Views bringt.

„Wir sind eine Generation von Idioten, mit smarten Telefonen und dummen Leuten“

Die Geschichte hinter „Look up“ ist schnell erzählt: Es geht darum, erhobenen Hauptes durch den Tag zu gehen – und sich nicht hinter dem Smartphone zu verschanzen und von der Online-Welt vereinnahmen zu lassen.

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„Wir sind eine Generation von Idioten, mit smarten Telefonen und dummen Leuten“, geht der Londoner Musikvideo-Regisseur und Schriftsteller mit der Selfie-Generation hart ins Gericht, die lieber zwanzig Mal ein Foto von sich selbst schieße, als den Augenblick zu erleben. Was man bei zu intensiver Beschäftigung mit seinem Smartphone nämlich im Alltag verpasst, könnte nicht weniger als die Liebe des Lebens sein.

Netz-Gemeinde reagiert gespalten

Die Ironie der Geschichte ist nun jedoch, dass genau diese Botschaft auf YouTube dank massiver Medienberichterstattung auf den einschlägigen Branchenblogs Mashable, Business Insider oder BuzzFeed extrem viral geht – und Gary Turk am Ende entsprechend an den Werbeeinnahmen partizipieren lässt.

Die Netz-Gemeinde wies auf diesen Widerspruch schnell hin: „Hey @Gary_Turk, ich liebe es, wie du Geld mit Leuten im Internet verdienst, indem du Tech im Internet runtermachst. Du Schaf“, twitterte ein Nutzer stellvertretend für viele zahlreiche kritische Stimmen im Web.

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