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Nach „Team Wallraff“-Doku: Burger-King-Franchise-Nehmer muss zurücktreten

Nach „Team Wallraff“-Recherchen: Nutzer traten Shitstorm gegen Burger King los
Nach "Team Wallraff"-Recherchen: Nutzer traten Shitstorm gegen Burger King los

Die Enthüllungen der RTL-Doku" Team Wallraff" haben personelle Konsequenzen für Burger King: Ergün Yildiz tritt mit sofortiger Wirkung von seiner Position als Geschäftsführer der Yi-Ko Holding zurück. Ferner legt die Fast-Food-Kette die umstrittene Holding an die kurze Leine.

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Ein Reporter war undercover in Burger-King-Restaurants des Franchise-Nehmers Yildiz unterwegs und dokumentierte zahlreiche Hygienemängel. In der Folge brach im Web ein Shitstorm gegen die Fast-Food-Kette los. Diese Welle der Empörung hat nun für den Unternehmer Konsequenzen. Nicole Gottschalk, die über langjährige Erfahrung im Bereich der Gastronomie verfügt, wird die operative Verantwortung für alle Yi-Ko Restaurants übernehmen.

In den nächsten Tagen soll außerdem ein neuer kaufmännischer Leiter für Yi-Ko ernannt werden. „Das neue Team wird eng mit Burger King zusammenarbeiten, um sofortige und signifikante Veränderungen in den Yi-Ko Restaurants zu bewirken“, heißt es in einer Mitteilung.

Alle operativen Entscheidungen in Abstimmung mit Burger King

„Wir bedauern zutiefst, das Vertrauen unserer Gäste enttäuscht zu haben und werden alles tun, um ihr Vertrauen zurückzugewinnen“, erklärt Andreas Bork, Geschäftsführer der Burger King Beteiligungs GmbH. „Wir sind davon überzeugt, dass das neue Management-Team der Yi-Ko den Neustart erfolgreich meistern wird.“ Man habe sich darauf verständigt, dass alle Entscheidungen, die die Yi-Ko jetzt mit Blick auf das operative Geschäft, auf Mitarbeitertrainings und Arbeitsbedingungen trifft, vor ihrer Umsetzung durch Burger King überprüft und freigegeben werden müssen. „Unser Ziel ist es, die operativen Missstände sofort zu beseitigen, die Einhaltung unserer hohen Qualitätsstandards in unseren Restaurants und faire Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter sicherzustellen.“

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Anders formuliert: Burger King legt die Yi-Ko-Holding an die ganz kurze Leine. Gottschalk ist als Direktor Franchise Operations bislang für die Betreuung aller Franchisenehmer von Burger King in der DACH-Region verantwortlich. Yildiz’ Holding-Unternehmen hatte im vergangenen Jahr über 90 Burger-King-Filialen übernommen und war bereits 2013 wegen Verstößen gegen das Arbeitsrecht auffällig geworden. Die Ergebnisse sind für den Konzern ein Image-GAU. Auf Facebook verliehen zahlreiche Nutzer ihrer Empörung über die Zustände in den Restaurants Ausdruck.

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