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Keine Kameras: Sender kritisieren Filmverbot auf ADAC-Versammlung

Keine Transparenz? Der ADAC will auf seiner jährlichen Mitgliederversammlung Radio- und TV-Aufzeichnungen untersagen.
Keine Transparenz? Der ADAC will auf seiner jährlichen Mitgliederversammlung Radio- und TV-Aufzeichnungen untersagen.

Der ADAC hatte nach dem "Gelbe Engel"-Skandal mehr Transparenz versprochen. Jetzt erheben ARD und ZDF Vorwürfe gegen den Automobilclub, weil er auf seiner jährlichen Mitgliederversammlung Filmaufnahmen untersagen will. Trotzdem, sagt der ADAC, werde die Berichterstattung nicht gefährdet.

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In einer gemeinsamen Pressemitteilung kritisieren die ARD- und ZDF-Chefredakteure Thomas Baumann und Peter Frey die Pläne des ADAC. Ein Verbot von Film- und Tonaufnahmen während des öffentlichen Teils der Hauptversammlung sei „höchst bedauerlich“ und widerspreche den Äußerungen des ADAC, man wolle sich nach den hauseigenen Skandalen reformieren und zukünftig für mehr Transparenz sorgen.

Der ADAC weist die Kritik der Öffentlich-Rechtlichen zurück. „Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Versammlung im Saal teilzunehmen und sich ein eigenes Bild vom Verlauf der Debatte und den Entscheidungen zu machen und darüber zu berichten.“ Bis Sitzungsbeginn seien Aufzeichnungsgeräte erlaubt. Zudem werde nach der Veranstaltung eine Pressekonferenz abgehalten, auf der Fragen gestellt werden können.

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Weiter verweist der ADAC darauf, dass die Verfahrensweise der „üblichen Praxis bei entsprechenden Veranstaltungen anderer Organisationen“ entspreche. Es gehe bei dem Verbot auch um die Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Delegierten.

Die Hauptversammlung ist das erste große und öffentliche Zusammenkommen des Automobilclubs nach der Skandal-Serie. Anfang des Jahres kam heraus, dass der ADAC das Mitglieder-Voting zur Wahl des Lieblingsautos der Deutschen („Gelber Engel“-Preis) manipuliert hatte.

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