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Internetaktien-Crash: Box verschiebt offenbar Börsengang

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Der erste große Opfer ist da: Internetaktien haben zuletzt so schlecht performt, dass der Cloud-Service-Anbieter Box nun Konsequenzen zieht und den anvisierten Börsengang offenbar vorerst verschiebt. Seit Wochen sind Aktien der einstigen Internet-Überflieger Twitter, Amazon oder LinkedIn schwer unter Druck.

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Die Blaupause ist hinlänglich bekannt. Auf die Blasenbildung von Internetaktien 1999 folgte das Blutbad des Frühjahrs von 2000. Nun scheint sich die Geschichte zu wiederholen: Auf die Echos von 1999 folgte mustergültig der Frühjahrs-Absturz, der vor allem die hochgewetteten Internet-Überflieger wie Twitter, Amazon oder LinkedIn erdete.

Nächste Eskalationsstufe: Börsengänge floppen. Der Online-Spiele-Anbieter King Digital, dessen Umsätze dank des Spiele-Hits Candy Crush so florierten, musste bereits am ersten Handelstag zweistellige Kursverluste hinnehmen und notiert inzwischen gar 23 Prozent unter dem Ausgabekurs.

Hohe Verluste schockieren die Börse
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Dass es Börsenkandidaten im aktuellen Umfeld mit einem IPO schwer haben, müssen nun offenbar auch die konsortialführenden Banken ihrem Mandanten Box deutlich gemacht haben – der  Dropbox-Konkurrent, der noch im März seinen Zulassungsantrag bei der SEC eingereicht hatte, verschiebt nun nämlich seine Börsenpläne offenbar erstmal, berichtet das Wall Street Journal.

Während der Cloud-Speicherdienst normalerweise schon im Mai an die Wall Street hätte streben können, ist beim Wall Street Journal nun „von Juni oder später“ die Rede. Tatsächlich hatte die im Börsenprospekt vorgelegte vorläufige Bilanz bereits für Naserümpfen gesorgt: Umsätzen von 124 Millionen Dollar im vergangenen Jahr – dem immerhin schon achten Geschäftsjahr – standen Verluste von 168 Millionen Dollar gegenüber.

Trotzdem wird Box nach der jüngsten Finanzierungsrunde mit mehr als 2 Milliarden Dollar bewertet. Ob der kleinere Dropbox-Rivale tatsächlich noch den Gang die Börse schafft, dürfte maßgeblich von der Marktentwicklung der kommenden Wochen abhängen. Analyst Sam Hamadeh von PrivCo ist da schon pessimistischer: „Ihre einzige realistische Option besteht noch im Verkauf des Unternehmens“. Wie schnell sich die Vorzeichen doch wandeln können…

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