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Umzug! Klambt verlegt Programmie-Produktion nach Baden-Baden

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Neuer Programmie-Verleger: Klambt-Chef Lars Rose

Die Übernahme der Springer- und Funke-Programmies durch die Mediengruppe Klambt hat Folgen. Am Mittwoch gab Klambt bekannt, Produktion und Redaktion der Titel von München bzw. Hamburg nach Baden-Baden zu verlegen. Was das für die Mitarbeiter bedeutet, steht auf Nachfrage von MEEDIA noch nicht fest.

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Bei Klambt heißt es, man könne „zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagen zu möglichen personellen Maßnahmen tätigen, da wir uns in laufenden Gesprächen mit Mitarbeitern und Betriebsrat befinden“. Bei Funke heißt es, die Zahl der aktuell bei den Titeln beschäftigten Mitarbeiter könne man nicht nennen. Offenbar, weil Redaktion und Produktion verschiedener Programmies sowohl in München beim Gong-Verlag (Funke) wie bei Springer in Hamburg eng miteinander verflochten sind. 

Hintergrund: Die Mediengruppe Klambt übernimmt von Funke und Springer zusammen acht, bzw. zehn Programmzeitschriften. Ursprünglich wollte Funke von Springer alle Programmies kaufen, doch das Kartellamt hat den Verkauf im Komplettpaket nicht genehmigt. Für eine Reihe von Titeln musste ein neuer Käufer gefunden werden, damit sich die Zahl der Programmie-Verlage nicht von vier auf nur noch drei verringert. Dieser Verlag wurde gesucht und nun mit Klambt gefunden.

Durch den Verkauf werden die Redaktionen und Produktionen der Titel, die sowohl bei Springer wie bei Gong eng miteinander verflochten sind – es gibt wohl keine Programmzeitschrift, die von einer einzelnen Redaktion gemacht wird, sondern Zentralredaktionen für mehrere Titel – wieder entflochten werden müssen. Und offenbar ist bisher keine offizielle Rechnung aufgemacht worden, wie viele Mitarbeiter eigentlich bei den Titeln beschäftigt sind, die nun den Besitzer wechseln.

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Klar ist nur: die Titel sollen an den Klambt-Verlagssitz nach Baden-Baden ziehen. Was auch aller Wahrscheinlichkeit bedeutet: die meisten Mitarbeiter werden den Weg nicht mitgehen. Wenn er ihnen denn überhaupt angeboten werden sollte. Eine Beschäftigungsgarantie jedenfalls scheint es nicht zu geben. Die Vermarktung bleibt, jeweils abhängig vom Titel, bis Ende 2014 bei Funke bzw. Springer.

Der Kauf, sagt Klambt-Verleger Lars Joachim Rose, stärke die „unternehmerische Unabhängigkeit“ des familiengeführten Verlags. Sein Bruder Kai Rose spricht in einer Pressemitteilung über „komplexe und zeitkritische“ Verhandlungen. Nun freue man sich darauf, die Titel zu publizieren und später auch zu vermarkten.

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