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„Recherchieren statt kuratieren“: markige Worte zum Start von Bilanz

Die Bilanz-Chefs Arno Balzer (l.) und Klaus Boldt
Die Bilanz-Chefs Arno Balzer (l.) und Klaus Boldt Die Bilanz-Chefs Arno Balzer (l.) und Klaus Boldt

Ausgerechnet an einem Brückentag, dem 2. Mai, erscheint erstmals Springers Wirtschaftsmagazin Bilanz. Auf 92 Seiten will die neue monatliche Beilage der Tageszeitung Welt "Lesevergnügen" und eine "differenzierte Betrachtung der Wirtschaft" bieten. Bilanz, sagt Herausgeber Arno Balzer, folge "klaren Prinzipien".

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Sowohl Bilanz-Herausgeber Balzer wie Chefredakteur Klaus Boldt sind eigentlich keine Freunde von PR-Sprech. Doch nun geht es offenbar nicht anders. Ein neues Wirtschaftsmagazin startet man ja nicht alle drei Tage, selbst wenn es „nur“ als Beilage der Welt geplant ist. Zumindest vorerst. Und was will man zu einem investigativ angelegten Magazin auch groß vorab sagen. Die Umsetzung muss für sich sprechen.

Ein „Forum für Führungskräfte“ soll Bilanz sein, sagt also Boldt, „kritisch, kompetent und kreativ“. „Leistungsorientierung statt Peter-Prinzip“ sei eines der Bilanz-Prinzipien, sagt Balzer. Ein weiteres Prinzip: „Recherchieren statt Kuratieren“. Im Mittelpunkt stehen Märkte, Unternehmen, Akteure und Innovationen.

Auf dem vorab veröffentlichten Titel wird eine große Aldi-Story angekündigt. Klassisches Material für Wirtschaftsmagazine, die sich gerne mal die Zähne an dem Discounter-Imperium ausbeißen. Wenig überraschend gibt es einen „Machtkampf“ bei Aldi Süd. Weiterhin versprochen: ein Interview mit Wolfgang Reitzle, eine Karstadt-Geschichte, etwas über Senkrechtstarter und Jeff Koons für die Kunstinteressierten. Das Cover experimentiert vor weißem Hintergrund ganz nett mit verschiedenen Typos.

Titelbild Bilanz Deutschland

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Es geht also in erster Linie gegen das ManagerMagazin – wo Balzer, der das Blatt jahrelang als Chefredakteur führte, im vergangenen Jahr Knall auf Fall gehen musste. Boldt, der für MM vor allem über Medienthemen schrieb und seine Zelte in New York aufgeschlagen hatte, ging später aus freien Stücken, als ihm die Bilanz-Chefredaktion angetragen worden war.

Es gibt vier Ressorts in der deutschen Bilanz (das Blatt hat seine Wurzeln in der Schweiz): Unternehmen & Märkte, Namen & Nachrichten, Ideen & Innovationen und Privat. Im letzteren Teil des Heftes geht es um auch für Wirtschaftsmagazine unvermeidliche Lifestyle-Themen wie etwa „Wie und wo machen die Reichen Urlaub?“ oder „Welche Autos fahren die Manager?“

Bilanz liegt der Welt am kommenden Freitag, 2. Mai, bei. Die digitale Ausgabe können Abonnenten der Tablet-Version der Tageszeitung lesen, ein E-Paper gibt’s auch hier.   

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