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Mehr als 12 Mio. sehen die bittere Niederlage des FC Bayern

Jubelnde Spieler von Real Madrid nach dem Sieg in München
Jubelnde Spieler von Real Madrid nach dem Sieg in München

Das Champions-League-Halbfinal-Rückspiel zwischen Bayern München und Real Madrid war der erwartete Quoten-Megahit: 12,06 Mio. sahen es im ZDF, weitere 580.000 bei Sky. Und trotz des deutlichen Spielverlaufs gab es auch keine ungewöhnlich hohe Abschaltquote. Bei der Konkurrenz hielten sich Das Erste und Vox recht schadlos.

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Hier sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Dienstag wissen müssen:

1. Champions League ohne große Abschaltquote

12,06 Mio. Fans sahen das Spiel des FC Bayern gegen Real Madrid insgesamt im Durchschnitt – obwohl es schon nach 20 bis 30 Minuten aussichtslos erschien, dass die Bayern noch etwas reißen könnten. Der Verlauf der Quotenkurve zeigt überraschenderweise, dass nur wenige Fans abschalteten. So startete das Match um 20.48 Uhr mit 9,78 Mio. Zuschauern, kletterte bis 21.04 Uhr schnell auf 12,50 Mio. Dan fiel das 0:1 und fünf Minuten später das 0:2. Zwar schrumpfte die Zuschauerzahl dadurch kurz auf 11,98 Mio., doch 5 bis 10 Minuten später waren es wieder 12,49 Mio. Auch das 0:3 ließ nur 300.000 bis 400.000 um- oder abschalten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren dann aber wieder 12,63 Mio. dabei, den Höhepunkt gab es mit 12,93 Mio. um 22.03 Uhr, also etwa in Minute 55 des Spiels. Bis etwa zur 75. Minute blieb die Zuschauerzahl dann konstant bei 12 bis 12,5 Mio. und bis zum Ende des Matches sank sie leicht auf 11,73 Mio. Eine gigantische Abschaltquote war also nicht zu verzeichnen. Für das ZDF war die Niederlage die wohl letzte gigantische Zuschauerzahl der Champions-League-Saison, das Finale ohne deutsche Beteiligung wird wohl nicht an die 12,06 Mio. heran kommen.

2. ARD-Serien halten sich trotz Fußball auf gutem Niveau

Zwar mussten sie eine seltene Niederlage einstecken, doch das war angesichts der ungewöhnlichen Dienstags-Konkurrenz durch die Champions League auch kein Wunder. Dennoch hielten sich die Hit-Serien des Ersten recht gut. Vor allem „Um Himmels Willen“ kam um 20.15 Uhr mit 5,14 Mio. Sehern auf gute 16,4%. „In aller Freundschaft“ hatte es um 21.05 Uhr zwar schwerer, doch 4,65 Mio. Zuschauer reichten dennoch für einen Marktanteil von 13,8%, der somit klar über dem ARD-Normalniveau lag. Stärkstes Programm der Privatsender war „RTL aktuell“ am Vorabend mit 3,01 Mio., in der Prime Time erreichte „CSI: Vegas“ 2,49 Mio. Seher und 8,0%.

3. Fußball auch im jungen Publikum überlegen, RTL, ProSieben und Sat.1 chancenlos

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4,28 Mio. der 12,06 Mio. ZDF-Zuschauer des Champions-League-Spiels waren im Alter von 14 bis 49, damit gewann das Match auch im jungen Publikum haushoch gegen die Konkurrenz. Der schärfste Konkurrent war in der Prime Time RTL, die Serien „CSI“, „The Blacklist“ und „Bones“ lockten aber mit 1,10 Mio. bis 1,26 Mio. 14- bis 49-Jährigen nur 25% bis 30% des jungen ZDF-Publikums an. Die Marktanteile lagen mit 9,6% bis 11,1% erwartungsgemäß klar unter dem RTL-Soll. Auch die beiden anderen großen Privatsender blieben unter ihren Möglichkeiten: Sat.1 erreichte mit „Kann denn Liebe Sünde sein?“ 900.000 junge Zuschauer und 7,4%, ProSieben kam mit „Two and a Half Men“, „The Millers“, „2 Broke Girls“ und „Mike & Molly“ auf 4,4% bis 8,6%.

4. Vox hält sich mit „Sing meinen Song“ ordentlich

Zufrieden sein kann hingegen Vox. Zwar kam die neue Reihe „Sing meinen Song“ natürlich nicht an die Premieren-Zahlen heran, doch mit 870.000 14- bis 49-Jährigen erreichte „Das Tauschkonzert“ um 20.15 Uhr immerhin 7,1% – einen Marktanteil also, der in etwa auf Vox-Normalniveau lag. RTL II kam parallel dazu mit „Zuhause im Glück“ auf 830.000 und ähnlich ordentliche 6,8%, kabel eins fiel mit „Toto & Harry – Die Kult-Cops im Ausland“ auf schwache 480.000 und 4,0%.

5. Erneute Top-Quote für alten Münster-„Tatort“ in den Dritten

Nicht vom Fußball beeindrucken lassen hat sich der „Tatort: Spargelzeit“ aus dem Jahr 2010, den das NDR Fernsehen ab 22 Uhr wiederholte. 1,31 Mio. Krimifans sahen zu – ein grandioser Marktanteil von 5,5% und ein Platz in der Tages-Top-50. Selbst Sender wie Vox und ProSieben wurden damit geschlagen. Auch vorher war der NDR schon stark: „Visite“ sahen um 20.15 Uhr 1,03 Mio. (3,3%). Ein Frankfurter „Tatort“ aus dem Jahr 2010 sahen im SWR Fernsehen um 20.15 Uhr zudem 890.000 Leute (2,7%).

Die Top 20 der 14- bis 49-Jährigen und eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit finden Sie immer an dieser Stellle.

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