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Abendzeitung: Handelsblatt enthüllt potenzielle Käufer

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Abendzeitung München

Bereits seit einigen Tagen ist bekannt, dass es offenbar nur zwei Interessenten für die insolvente Münchner Abendzeitung gibt, statt der ursprünglich von Insolvenzverwalter Axel Bierbach in Aussicht gestellten sieben bis acht. Im Handelsblatt schreibt Kai Hinrich-Renner nun, wer diese beiden Interessenten sein sollen: der Münchner Verleger Dirk Ippen und der frühere Abendzeitungs-Geschäftsführer Ulrich Buser.

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Ippen soll dabei jener Interessent sein, der überhaupt keine Mitarbeiter der insolventen AZ übernehmen würde. Der Verleger gibt in München bereits den Münchner Merkur und die Boulevardzeitung tz heraus. Eine vollständige Übernahme der Abendzeitung inklusive Belegschaft wäre darum vermutlich schon aus kartellrechtlichen Gründen schwierig bis unmöglich. Ippen dürfte es also lediglich um die Markenrechte und die Abokartei gehen. Die AZ hat noch knapp 35.000 Abonnenten.

Bei dem zweiten Interessenten soll es sich laut Handelsblatt (nur Print-Ausgabe) um Ulrich Buser handeln. Der war zwischen  2007 bis 2010 Geschäftsführer der Abendzeitung und soll demnach derjenige potenzielle Käufer sein, der 30 der 80 AZ-Beschäftigen übernehmen würde. Buser war auch schon mal Assistent von Focus-Gründer Helmut Markwort, der gerade mit einer Pauschal-Kritik an den Spar-Bemühungen der Zeitungs-Verlage auf sich aufmerksam macht. Wie Buser eine Übernahme der AZ stemmen könnte, ist unklar.

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Die Rede ist außerdem noch von einem ominösen dritten Interessenten, mit dem sich die Gespräche wegen der Osterferien verzögert hätten. Wer das sein soll? Vom Süddeutschen Verlag, über die Augsburger Allgemeine bis zur Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung werden wieder einige Kandidaten genannt. Genaues weiß man nicht und allzu große Hoffnung sollte man nicht haben. Falls die Abendzeitung in München tatsächlich weiter besteht, wäre es vermutlich nur noch der Name. Eine wirtschaftliche Perspektive für eine eigenständige Abendzeitung ist beim besten Willen nicht zu erkennen.

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