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Twitter-Treff der Medien-Titanen: wenn der Giovanni mit dem Frankie …

#fraggiovanni
#fraggiovanni

Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo wagte sich diese Woche unter Aufsicht in sein allererstes Twitter-Interview. Aufregend! Und wer war ganz vorne mit dabei: ein gewisser Frank Schirrmacher von der FAZ. Außerdem in diesem Wochenrückblick: der lustige falsche Oli Samwer, Mr. Invisible von der Huffington Post und ein ganz billiger Leserfängertrick vom manager magazin.

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Twitter, das soziale Medium, bei dem sich die Medienstars die virtuelle Klinke in die Hand drücken, bzw. gegenseitig die heißesten Helmut-Schmidt-Stories abjagen. So geschehen diesen Donnerstag. Giovanni di Lorenzo, laut Gallup-Alpha-Journalisten-Ranking Deutschlands beliebtester Chefredakteur, bat unter Aufsicht von Zeit und Zeit Online Social Media Redakteurin Juliane Leopold zum Twitter-Interview unter dem Hashtag #fraggiovanni. Was SPD-Kanzlerkandidaten recht ist, ist Chefredakteuren billig. Los ging’s mit Hammerfragen:

Und weiter, immer weiter:

Die Antwort folgte prompt:

Bonus-Info für Nicht-Trash-TV-Gucker: Giovanni hieß auch mal ein Mitglied der Retorten-Kombo BroSis. Es dauerte nicht lange, da kam das Twitter-Gespräch auf Helmut Schmidt:

Der, der das twitterte ist Nils v.d. Heyde. Nach eigenen Angaben war er bei dem historischen Schmidt-Jump selbst dabei. Holy, moly! Derlei Premium-Content rief keinen geringeren als Doktor Frank Schirrmacher, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Bestseller-Autor, Journalisten-Titan, auf den Plan. Der “Schi” hat – ganz kluger Kopf – beim Twitter-Interview #fraggiovanni natürlich schon die ganze Zeit mitgelesen.

Und schwups staubt Schirrmacher einen Text für sein Feuilleton-Ressort ab. Klasse gemacht! Auch Giovanni meint:

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Weil es gerade so schön ist, bleiben wir noch einen Moment bei Twitter. RTL sorgte vor einigen Tagen mit einer Enthüllungs-Doku über die schröcklichen Arbeitsbedingungen beim Schuh- und Klamottenversender Zalando für Wirbel. Die Sache zog einen veritablen Shitstorm gegen Zalando nach sich. Auf Twitter treibt seither ein falscher Oliver Samwer sein Unwesen, der die Sache witzig kommentiert. Hintergrund: Investor Oliver Samwer ist mit dem European Founders Fund einer der Gesellschafter von Zalando. Und er ist bekannt für seinen eher robusten Umgangston. Der falsche Oli twitterte etwa:

Oder:

Gemeint sind jeweils Zalando-Kommunikationschef Boris Radke, Zalando Geschäftsführer Robert Gentz und Rocket Internet (eine weitere Samwer-Firma) PR-Chef Andreas Winiarski, hier genannt “Wini”. Der falsche Oli kennt sich offenbar ganz gut aus.

Ein Leser war so freundlich, uns einen Brief zu überlassen, der ihn vom manager magazin erreichte. Darin: „die kostenfreie manager-magazin-card nur für ausgewählte Fach- und Führungskräfte“. Auf der „kostenfreien manager-magazin-card“, die ausdrücklich „nur für ausgewählte Fach- und Führungskräfte“ erhältlich ist, bzw. unverlangt eingesendet wird, ist was? Gut, da kommen Sie nicht drauf. Auf der Karte steht der Name der „ausgewählten Fach- und Führungskraft“, und auf der Rückseite befindet sich ein winziger Jahreskalender. Ja genau, so einer, wie man ihn in Apotheken oder beim Fleischer bekommt. Beim manager magazin ist die Karte allerdings aus billigem Plastik und nicht aus billiger Pappe.

Unser Leser wunderte sich trotzdem, befindet er sich doch seit zehn Jahren in Rente und keineswegs in einer exponierten Managementposition. Ein Unternehmen hat er auch noch nie geleitet. Aber, und da kommen wir der Auswahl unserer vermeintlichen Führungskraft schon näher – er ist Abonnent des Spiegel. Die beiden Zeitschriften erscheinen bekanntlich im selben Verlag. Mit der Karte kam dann auch ein zweiseitiger Brief, in dem unser Leser aufgefordert wurde, an einer Umfrage zu „brisanten Europa-Themen“ teilzunehmen. Das geht, so steht es in dem von Chefredakteur Steffen Klusmann unterschriebenem Brief, nur für Besitzer der manager-magazin-card. Der Dank? Zwei Ausgaben des besagten Manager Magazin. Für 11 Euro, statt 17 Euro im Einzelverkauf. Ein Geschenk gibt’s auch – ein Fahrradschloss (immer mehr Führungskräfte fahren ja bekanntlich Rad) oder eine „Madison“-Uhr (der praktische Ersatz, wenn die Rolex mal kaputt ist). So, und jetzt mal ganz ehrlich, liebes manager magazin: welche echte Führungskraft würde sich von einer Plastikkarte mit Kalender drauf und einer Billiguhr beeindrucken lassen? Keine? Stimmt genau!

Und zum guten Schluss nochmal Twitter. Ulf Heyden, Leiter Channelmanagement bei Focus Online twitterte diese Seite aus dem Geschäftsbericht der Tomorrow Foucs AG:

Im Hintergrund ist Sebastian Matthes, der Chefredakteur der deutschen HuffPost, ganz vorne ist Arianna Huffington, okay. Aber wer ist der Mann daneben, der mit den dichten schwarzen Haaren und dem aufdringlichen Grinsen? Kennen Sie den vielleicht? Haben Sie den in jüngerer Zeit mal im Zusammenhang mit der Huffington Post wahrgenommen? Ne, oder? Keine Ahnung. Aber, übrigens: Wäre das nicht mal eine prima Idee, für die deutsche “Huffington Post” einen Herausgeber zu verpflichten. Am besten einen Typen, den man irgendwie aus dem Fernsehen kennt und der irgendwie digitalaffin ist. Der wäre dann sowas wie “das Gesicht” für die deutsche Huffington Post. Das wär’ doch mal ‘ne Idee! Oder nicht?

Schönes Wochenende!

PS: Falls Sie den “Kai der Woche” vermissen – wir auch. Kaum haben wir so einen hübschen “Kai der Woche”-Button, da liefert “der Kai” kein gescheites Material mehr. Traurig.

(Mitarbeit: cm)

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