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Circa, Paper und Co.: Der Boom alternativer News-Apps

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Große Themen in kleinen Happen für mobile Menschen mit sehr wenig Zeit: Das Geschäft mit News-Apps abseits der Verlage brummt. Erst kürzlich zahlte Flipboard rund 60 Millionen Dollar für den Konkurrenten Zite. Und Facebook mischt mit Paper mit. MEEDIA stellt sechs alternative News-Apps vor.

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Circa: die Nachricht als permanentes Update

Schnellstmöglich möglichst viele News konsumieren – das soll Circa möglich machen. Hinter der kostenlosen App steht Ben Huh (Failblog, Icanhazcheeseburger). Die Idee: Circa verzichtet auf komplette Artikel, sondern setzt News aus einzelnen “Points” zusammen: Text, Bilder, Videos oder Infografiken. Scannt man eine News, zeigt die Anwendung auf der rechten Seite, aus wie vielen “Points” eine Geschichte besteht. Ist ein Statement besonders wichtig, wird es mit einem Stern-Symbol hervorgehoben. Zusätzlich können Nutzer bestimmte News abonnieren und werden per Push-Benachrichtigung informiert, sobald ein Update verfügbar ist. Die Geschichten und Inhalte werden von Menschen kuratiert.

Erhältlich für: Android / iPhone

Paper: News aus dem Social Network

Für gehörig Aufsehen hat die neue App von Facebook gesorgt, die der Ur-Anwendung des Social Networks in vielen Dingen ähnelt – oder doch so viel anders macht. Auf den ersten Blick erinnert Paper, derzeit nur in den USA und nur für das iPhone erhältlich, an die wohl bekannteste Lese-App für Smartphones und Tablets: Flipboard. Auf der Startseite bekommt der Nutzer große Bilder und weitere Geschichten im Kartendesign ausgeliefert. Das, was dort ausgeliefert wird, sind Inhalte aus dem persönlichen News-Feed. Jeder Eintrag ist eine Karte, die sich entweder anklicken oder per Wischgeste vergrößern lässt. Enthält dieser Eintrag einen Link, lässt dieser sich wie eine Streichholzschachtel aufklappen.

Noch werden die Stories von Menschen kuratiert. Allerdings sollen nach und nach Algorithmen greifen, die Inhalte passgenauer auf Vorlieben der Nutzer auswählen.

Erhältlich für: iPhone

Inside: Breaking News verdichtet

Einen völlig anderen Ansatz verfolgt die App Inside, die sich auf “Breaking News” spezialisiert hat. Auf bis zu 1000 Geschichten aus allen US-Bundesstaaten am Tag will das Team um Gründer Jason Calacanis kommen. Dazu werden die Inhalte auf rund 300 Zeichen zusammengefasst und auf die Originalquelle verlinkt. Gestartet war Inside ursprünglich als Newsletter für die Techszene im Silicon Valley.

Erhältlich für: iPhone / BlackBerry

Newsy: News-Happen für Video-Junkies
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Nachrichten in Video-Happen, das verspricht Newsy. Als Nutzer wählt man selbst aus, welche News aus welchen Bereichen man konsumieren möchte. Ein Neuling im News-App-Business ist Newsy allerdings nicht. Seit 2009 gibt es die Anwendung bereits, seit 2010 für das iPad. Auch wenn Nachrichtensender sich nicht vor der Konkurrenz durch Video-Happen zu fürchten brauchen, so macht der Service doch einmal mehr den Nutzer auch zum eigenen Programmchef. Das hat Charme.

Erhältlich für: Android / iPhone/iPad / Windows Phone / Windows 8

Yahoo News Digest: in aller Kürze

Hieß ursprünglich Summly. Rund 30 Millionen Dollar war Yahoo die erfolgreiche App wert. Die kostenlose Software liefert knappe News, die für schnellen Smartphone- und Tabletkonsum angepasst sind. Nachrichten werden nach den Wünschen der Nutzer auf maximal 400 Zeichen eingedampft. Mehrere hundert Newsangebote liefern dafür die Inhalte. Mit der Investition macht das Unternehmen den 17-jährigen Nick D’Alioso Anfang 2013 zum Multimillionär. Der entwickelte die App, als er 15 war. Mit der Übernahme verschwand Summly, das zuvor von Apple zu den besten Apps des Jahres gekürt worden war, aus dem App Store. Die Technologie ging in Yahoo News Digest über.

Erhältlich für: iPhone

Flipboard: schöner lesen auf Smartphones und Tablets

Geht es ums Lesen auf Smartphones und vor allem Tablets, dann hat eine App die Nase vorn: Flipboard. 2013 hat die Lese-App eine Finanzierungsrunde über 50 Millionen Dollar abgeschlossen. Mit dem frischen Kapital ist das Startup nun offenbar auf großer Shoppingtour. Der Wert des Unternehmens wird mittlerweile auf rund 800 Millionen Dollar geschätzt. Vor wenigen Woche kaufte man den Konkurrenten Zite für 60 Millionen Dollar. Die kostenlose Anwendung ermöglicht es Nutzern, aus diversen Themenfeldern und den eigenen Social-Media-Accounts die Inhalte zu einem digitalen Magazin zusammenzustellen.

Erhältlich für: Android / iPhone/iPad / BlackBerry / Windows 8

Warum boomen die News-Apps?

Egal, was mobil genutzt wird – ob Spiel, Social-Media-App oder News-Anwendung: Sie alle eint eine extrem kurze Nutzungsdauer. Denn am häufigsten sind Smartphones dann in Gebrauch, wenn der Besitzer nur wenig Zeit hat: etwa auf dem Weg zur Arbeit oder in der Warteschlange. Doch während die Apps der Verlage auf mobile Endgeräte ausgerichtet sind, sind sie nur teilweise auch auf mobile Nutzung ausgerichtet. Große Unterschiede, von der Responsivität einmal abgesehen, in der Darstellung von Inhalten auf dem Desktop und via Mobile gibt es nicht. Genau diese Lücke füllen nuun immer mehr News-Apps von Drittanbietern.

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