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Facebook-Hetze: „GNTM“-Kandidatin Aminata kämpft gegen Rassismus

Kämpft gegen Facebook-Hetze: Topmodel-Kandidatin Aminata. Fotos: https://www.facebook.com/Aminata.Topmodel.2014
Kämpft gegen Facebook-Hetze: Topmodel-Kandidatin Aminata. Fotos: https://www.facebook.com/Aminata.Topmodel.2014

ProSieben und Heidi Klums Schützling Aminata haben auf Facebook mit rassistischen Kommentaren zu kämpfen. Nachdem der Sender ein Foto der Kandidatin von "Germany's Next Topmodel" gepostet hatte, folgten zahlreiche Hetz-Kommentare, wie der Tagesspiegel berichtet.

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Das Facebook-Posting von ProSieben war eigentlich dafür gedacht, die Community auf die neue Folge der Model-Casting-Show einzustimmen. Auf einem Bild ist zu sehen, wie Kandidatin Aminata eine Träne über die Wange kullert. ProSieben frage dazu: „Was ist los mit Aminata?“

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Auf das Posting reagieren die ProSieben-Fans mit mehr als 200 Kommentaren. Wie dem Tagesspiegel aufgefallen ist, sei ein Großteil der Kommentare rassistisch gewesen. Darunter Kommentare wie: „Quotenneger“, „gorilla fresse“, „Germanys Next Top Baumwollpflückerin“, „Scheiße ist die hässlich. Liegt wohl an der Hautfarbe“, „DAS ist doch kein Topmodel. DAS gehört vergast“.

Wie das Blatt weiter berichtet, wird die gebürtige Afrikanerin seit Wochen auch auf ihrer eigenen Facebookseite mit ähnlichen Kommentaren konfrontiert. Dort reagiert Aminata selbst sehr offensiv. Wie ProSieben gegenüber MEEDIA mitteilt hat sich die Kandidatin gegen Hilfe des Senders entschieden und verzichtet auf das Löschen von beleidigenden oder rassistischen Kommentaren. Stattdessen setzte das Model ein Statement ab:

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Der Fall Aminata erinnert an die Shitstorm-Welle, von der vergangenes Jahr die Scripted-Reality-Sendung „Berlin Tag und Nacht“ von RTL II betroffen war. Im November wurden die Social-Media-Kanäle – die wichtiger Teil des Sendungskonzeptes sind – dieser Sendung und ihrem Ableger „Köln 50667“ von stark beleidigenden Kommentaren bezüglich Hautfarben und sexuellen Ausrichtung der Darsteller überschwemmt.

Damals wie heute zeigen sich die Verantwortlichen Social-Media-Teams weitestgehend machtlos, sobald aus vereinzelten Kommentaren Shitstorms werden. Das zeigte sich jüngst auch bei der Kommentar-Flut gegenüber deutscher Medienseiten, die von angeblichen Anonymous-Aktivisten losgetreten worden ist. ProSieben hat bereits vergangene Woche Statements über seine Sender-Seiten in den sozialen Netzwerken gesetzt. Wegen der aufkommenden Beleidigungen gegen Aminata startete der Sender eine kleine Facebook-Kampagne „ProSieben sagt Stop zu Rassismus“. Das Posting habe die bisher höchste Reichweite in diesem Jahr erreicht, erklärt ProSieben-Sprecher Christoph Körfer. Tatsächlich teilten mehr als 1000 Nutzer das Foto, das über 4000 Likes sammelte.

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Wie der Tagesspiegel Jugendschutz.net zitiert, erschweren vor allem die schnellen, mobilen Zugriffe die Arbeit von Social-Media-Redakteuren. Immer wieder mischen sich unter Diskutanten Nutzer, die durch beleidigende oder rassistische Kommentare auffallen. Je populärer eine Sendung dabei sei, desto eher entstehen Extremsituationen, so Jugendschutz.net.

Im Fall Aminata reagiert ProSieben aktuell mit der Löschung der Hetz-Kommentare. Am Donnerstag Vormittag sind nunmehr kaum noch rassistische oder grenzwertige Einträge auf den Facebook-Seiten zu finden.

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