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Spätzle-Sex: Südwest-Presse-Volos bringen Erotikheft Reizvoll heraus

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Wie reizvoll ist Ulm? Also ... sexuell. Dieser Frage sind die Volontäre der Südwest Presse nachgegangen und haben ein eigenes Erotikheft gemacht. Nach nackter Haut und Sex pur sucht man auf den 34 Seiten aber vergebens. Das Heft betrachtet Erotik aus einer ungewohnten Perspektive.

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Das einzig wirklich erotische Bild ist die Anzeige auf dem Heftrücken. Ein sich küssendes, halb nacktes Pärchen wirbt für einen Fitness-Club. Das „erste lokale Erotikmagazin“ der Auszubildenden der Südwest Presse hört auf den Namen Reizvoll und hat ein ganz eigenes Verständnis von Erotik entwickelt – es geht ums Intime hinter der Erotik. Für das Heft haben die Journalisten unter anderem mit Asexuellen über Unlust gesprochen, Bewohner eines Altenheims über ihr Sexleben befragt, zwei körperlich Behinderte über ihr sexuelles Befinden zu Wort kommen lassen oder stellen eine Puff-Mutti vor, die die besten Nudeln der Stadt serviert. Reizvoll ist mehr Gesellschaftsmagazin als Sex-Postille.

Reizvoll Südwest Presse Ulm

Von September vergangenen Jahres bis März haben die sieben Redaktionsvolontäre gemeinsam mit den acht auszubildenden Medienkaufleuten und zwei Layoutern der Südwest Presse im Rahmen eines Auszubildendenprojektes das Magazin in Eigenregie konzipiert, entwickelt und in die Vermarktung geschickt.

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Das Heft will sich auf seinen 34 Seiten „Tabuthemen“ niveauvoll nähern, Menschen ungeschminkt porträtieren und Vorurteile entlarven. Das Ergebnis liegt seit dem 4. April für 2,69 Euro in den Zeitschriftenregalen in Ulm und Umgebung. Zuschüsse der Neuen Pressegesellschaft gab es keine. Für das Heft wurde der Nachwuchs für einige Zeit von der Arbeit befreit, der Rest ist in Überstunden entstanden.

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6-7

 

In denen haben die Volontäre insgesamt 13 Geschichten auf vier Ressorts verteilt geschrieben. Gelungen sind dabei vor allem die Beschreibung eines schwulen Mannes im Rollstuhl, der ein Leben „in zwei Randgruppen“ führt, sowie ein skurriles Interview mit einer Bordell-Besitzerin, die nicht nur Sex gegen Geld, sondern auch die beste Pasta der Stadt serviert. Die Stärke der Volontärs-Publikation liegt im Persönlichen.

Als Anreiz haben die Volos Ausschnitte ihrer Arbeit auf einer eigens angelegten Homepage bereitgestellt.

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