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„Tagesschau“ rechtfertigt sich für Verzögerungen und hohe Ausgaben

Seit dem 19. April gehen die Nachrichtensendungen der ARD aus dem neuen Studio on air. Bild: NDR/Thorsten Jander
Seit dem 19. April gehen die Nachrichtensendungen der ARD aus dem neuen Studio on air. Bild: NDR/Thorsten Jander

Heute Abend sendet die "Tagesschau" erstmals seit über zehn Jahren aus dem neuen, hochmodernen Studio. Vorab wurde viel Kritik laut, wonach die ARD zu viel Geld ausgegeben und zu lange mit der Umsetzung gezögert hätte. In einer FAQ nimmt Das Erste dazu Stellung.

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Wie bereits zuvor bekanntgegeben, hätte vor allem der Aufbau des neuartigen Grafiksystems die Umsetzung verzögert. Denn sämtliche Informationsgrafiken bilden sich real im Studio auf einer halbrunden ca. 17 Meter langen Medienwand ab. „Das Grafiksystem muss Verzerrungen, die durch die verschiedenen Perspektiven, Kameraeinstellungen und auch Kamerabewegungen entstehen, in Echtzeit korrigieren, um das Kamerabild immer korrekt darzustellen“, heißt es auf tagesschau.de. Das stelle hohe Anforderungen an die Technik und die Programmierung des Grafiksystems.

Allerdings hätte die externe Firma für die Verzögerungen keinerlei Mehrkosten berechnet. Die Verantwortung für die Verzögerungen übernimmt die ARD-aktuell.

Kostenersparnis durch Rund-um-die-Uhr-Produktion an einem Ort
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Ferner erklärt die ARD, dass die Gesamtinvestition 23,8 Millionen Euro betrage. Im Branchenvergleich zu anderen Studios verschiedener Sender sei das eine durchschnittliche Investitionssumme. Darin enthalten seien Studiotechnik, Setbau, Design, Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Probebetrieb sowie die zusätzliche Wartung für mehrere Jahre. Allerdings verrät die Sendeanstalt nicht, wie sich die Kosten im Einzelnen aufschlüsseln.

Ersparnisse verspricht sich die ARD laut tagesschau.de durch die Produktion von 20 Tagesschau-Ausgaben sowie der „Tagesthemen“, des „Nachtmagazin“ und des „Wochenspiegel“ im Ersten sowie der „Tagesschau“ im Viertelstundentakt bei tagesschau24 in demselben Studio.

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