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Motörhead entschuldigt sich bei Bild-Mann für Facebook-Hetze

Die Heavy Metal Band Motörhead
Die Heavy Metal Band Motörhead

Motörhead hat sich bei Dirk Benninghoff entschuldigt, nachdem der Facebook-Auftritt Fans dazu aufgerufen hatte, den Bild-Mann wegen eines kritischen Konzertberichts an den Pranger zu stellen. Wegen der Bedeutung der neuen Tour habe man "überreagiert", so das Management.

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„Nach achtmonatiger Pause hat Motörhead endlich wieder getourt und wir haben nur gute Kritiken bekommen. Und für uns alle im ‚Motörheadlager‘ und auch für Lemmy war der Start der Tour ein wichtiger Meilenstein. Daher waren wir alle sehr glücklich, aber auch zu beschützend und haben überreagiert. Und für diesen Umstand entschuldigen wir uns! Sorry!“, zitiert Bild die Deutschland-Managerin Ute Kromrey.

Die Heavy Metal Band Motörhead hatte ihre Fans via Facebook dazu aufgerufen, dem Bild-Reporter Dirk Benninghoff online die Meinung zu sagen. Anlass dafür war ein kritischer Konzertbericht, den Benninghoff für die Axel-Springer-Publikation Metal Hammer über den Motörhead-Auftritt auf dem US-Musikfestival Coachella geschrieben hatte. Der Aufruf löste einen Shitstorm aus. Die Motörhead-Fans überschütteten den Bild-Reporter mit reichlich Häme.

Der Beitrag, in dem sich die Band darüber ausgelassen hatte, dass Zuschauer und andere Medienvertreter von dem Konzert in Coachella begeistert gewesen waren, ist mittlerweile von Facebook verschwunden.

Die Band hatte sich beklagt, dass Lemmy Kilmister von Benninghoff mit einem Koyoten verglichen worden sei, dass er sich darüber ausgelassen hätte, dass der Frontmann während der Soli die Bühne verlassen hatte. Motörhead unterstellen dem Reporter, er habe den Auftritt verrissen, weil Motörhead bei dem Festival keine Interviews gegeben hatte.

Mitarbeiter managen Facebook-Auftritt
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Wer Benninghoffs Text für Metal Hammer liest, kann sich nur wundern. Der Journalist übt durchaus Kritik an Lemmy Kilmisters Performance, allerdings moderat und begründet. Der Vergleich mit einem Koyoten wirkt sogar eher wie ein Kompliment: “Zwischen all den glänzenden, geschmeidigen, gestählten jungen Körpern, die die Wüste von Kalifornien an diesem Wochenende heimsuchten, wirkte er wie der alte Kojote, der die unreife Meute am Ende nach Hause ins Bett schickt.”

Wie Bild.de schreibt und Benninghoff auch selbst auf Twitter verkündete, ist der Journalist großer Fan der Band. Er selbst bezeichnete es als „allergrößte Ehre“ über Motörhead zu schreiben.

Wie Bild weiter berichtet, habe die Band selbst vermutlich gar nichts von dem Shitstorm und vom Aufruf auf Facebook mitbekommen. Nach Informationen der Zeitung ist die Band auf Facebook gar nicht selbst aktiv, sondern überlässt den Social-Media-Auftritt Mitarbeitern. Eine weitere Erklärung für die Überreaktion des Managements könnte eine schlechte Übersetzung der Konzertkritik ins Englische gewesen sein, so Bild.

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