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Initiatorin der Anti-Lanz-Petition macht mit Verein weiter

Markus Lanz
Markus Lanz

Maren Müller, die Initiatorin der Anti-Lanz-Petition, will mit dem Verein Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien weiter Kritik an ARD und ZDF üben. Das sagte sie der Wochenzeitung Freitag in einem Interview. Die umstrittene Petition für eine Absetzung von ZDF-Moderator Markus Lanz verteidigte sie: "Die Journalisten regen sich nur auf, weil die Kritik mal von anderer Seite kommt. Von unten, von den Leuten, von denen sie leben."

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Den Schuh, für die Absetzung von „Wetten dass..?“ durch ihre Petition mit verantwortlich zu sein, möchte sich Maren Müller nicht anziehen. Auf Freitag.de sagt sie: „Lange vor der Petition haben die Medien Markus Lanz nach jeder „Wetten, dass..?“-Sendung unangespitzt in den Boden gerammt. Mein bescheidener Beitrag hatte nichts mit der Beendigung des Formates zu tun. Ich habe aber vielleicht den Granden des ZDF zu einer Denkaufgabe in puncto Publikumsanspruch verholfen.“

Ihre Petition, die im Internet über 230.000 Unterstützer fand und ein beachtliches Medienecho hervorrief, verteidigt sie gegen Kritiker: „Es ist nicht nur ein Klick. Man muss sich anmelden, wenn man mitzeichnen will. Dann kommt eine E-Mail zurück und man muss die Bestätigung klicken, dann erst zählt die Stimme. Das ist bei Bundestagspetitionen genauso. Natürlich kann ich mir eine falsche E-Mail zulegen, aber warum, wo ist der Sinn? Die meisten Unterzeichner haben die richtige Adresse angegeben.“

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Ein Gesprächsangebot vom ZDF habe es nicht gegeben, so Müller weiter. Der Sender habe die Petition auch nicht als förmliche Programmbeschwerde akzeptiert: „Die kann immer nur eine einzeln aufsetzen. Da schreibt man seine Adresse rein und kriegt eine automatisch generierte Mail als Antwort. Das war’s.“ Mit dem von ihr ins Leben gerufenen Verein Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien will sie nun eine Plattform organisieren, auf der der öffentlich-rechtliche Rundfunk kritisch begleitet wird.

Ziel sei es, auf den Programmauftrag zu achten und gegebenenfalls Programmbeschwerden mit 300 bis 5.000 Unterzeichnern einzureichen. Die öffentlich-rechtlichen Sender sollten wissen: „Da ist immer jemand, der kritisch zuschaut.“ Der Verwein hat eine eigene Website und eine Facebook-Seite, auf der man sich weiter informieren kann.

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