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Lifesum: Bauer Media kauft sich schwedische Startup-Coolness zu

Bauer-Manager Andreas Schoo zwischen den Lifesum-Gründern Tove Westlund (r.) und Martin Wählby
Bauer-Manager Andreas Schoo zwischen den Lifesum-Gründern Tove Westlund (r.) und Martin Wählby

Die Bauer Media Group beteiligt sich an Lifesum, einem schwedischen Startup, das Fitness- und Diät-Apps für iOS und Android-Geräte produziert. Lifesum ist in 20 Ländern aktiv und in zwölf Sprachen verfügbar, die Apps seien bereits über 6,5 Millionen mal runtergeladen worden. Die aktuelle Finanzierungsrunde, die von Bauer und SparkLabs Global Ventures angeführt wird, bringt Lifesum 6,7 Mio. US-Dollar in die Kassen.

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Für Bauer ist die Beteiligung an Lifesum eine schöne Erweiterung des digitalen Portfolios und eine nette Trophäre bei der globalen Hatz auf digitale Vorzeige-Projekte. Der Markt für so genannte E-Healthcare wurde laut Bauer Media 2013 auf 6,3 Milliarden Dollar geschätzt und soll bis zum Jahr 2018 rund 20,6 Milliarden Dollar erreichen. Auch die Konkurrenz der Axel Springer SE tummelt sich bereits in dem Segment. Die Berliner haben im vergangenen Jahr die Mehrheit an dem österreichischen Fitness-App-Produzenten Runtastic übernommen.

Andreas Schoo, Konzerngeschäftsleiter der Bauer Media Group und verantwortlich für das internationale Digitalgeschäft der Gruppe sagt über die Beteiligung an Lifesum: „Mit der Beteiligung an Lifesum haben wir ein Investment getätigt, das optimal zu unseren Produkten und Zielgruppen passt. Darüber hinaus verfügt das Management über hervorragendes Wissen im Bereich Paid Services aus langjährigen Branchenerfahrungen, unter anderem beim Musicstreaming-Dienst Spotify. Das macht Lifesum zu einem vielversprechenden Produkt, von dessen Potenzial wir überzeugt sind.“

Lifesum stellt in erster Linie einen digitalen Ernährungsberater für die Hosentasche bereit. Mit Hilfe der Smartphone-Kamera können Barcodes von Lebensmitteln gescannt und Infos über Inhaltsstoffe, Nährwerte und vor allem Kalorien gezählt werden. Die Apps überwachen also die Ernährung und koppeln diese Infos mit dem täglichen Kalorienverbrauch beim Sport oder im Alltag. Auf diese Weise, so verspricht Lifesum, kann man einen Lebensstil entwickeln, bei dem man mehr Kalorien verbrennt als zu sich nimmt und dadurch abnimmt. So ein bisschen erinnert das auch an das Geschäftsmodell von Weight Watchers, allerdings wird bei Lifesum, die Komponente der sportlichen Aktivitäten deutlich stärker betont.

Basis-Features von Lifesum sind gratis, für erweitere Analysen und die Möglichkeit, Lifesum mit anderen Fitness-Apps zu koppeln, muss man zahlen. Dann werden beispielsweise auch erweiterte Nährstofflisten oder die tägliche Wasseraufnahme gespeichert und ausgewertet. Bis zum vergangenen Jahr hieß Lifesum noch ShapeUp Club. Mit dem neuen Namen, Frischgeld und neuen Leuten wollen die Gründer Tove Westlund und Martin Wählby nun international richtig durchstarten. U.a. haben sie Henrik Torstensson und Marcus Gners von den schwedischen Erfolgs-Startups Spotify und Stardoll anBord geholt. Spotify ist ein Musik-Streamingdienst, Stardoll eine Online Mode-und Spiel-Community für Mädchen.

Bei Bauer sind sie mit Recht stolz auf den hippen Neuzugang im Portfolio. Der Verlag will offenbar nicht mehr nur als Print-Billigheimer und Yellow-Königreich gelten. So verweist man bei Bauer darauf, dass mit der polnischen Digitalmarketing Firma Sunrise Systems und dem Rubrikenanzeigen-Anbieter Trader Classifieds Network in Australien und Neuseeland bereits vor Lifesum bedeutende internationale Digital-Einkäufe getätigt wurden.

 

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