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Ab Samstag on Air: Die „Tagesschau“ sendet aus ihrem neuen Studio

Chefsache: Die erste Sendung der neuen „Tagesschau“ wird von Jan Hofer gesprochen. Foto: NDR
Chefsache: Die erste Sendung der neuen "Tagesschau" wird von Jan Hofer gesprochen. Foto: NDR

Seit 2012 bastelt die ARD am neuen "Tagesschau"-Studio. Der Starttermin des 24-Millionen-Euro-Projektes von ARD Aktuell hatte sich immer wieder verschoben. Kommenden Samstag wird die neue "Tagesschau" endlich on Air gehen. Bei einem Ortstermin hat sich MEEDIA schon mal erklären lassen, was sich verändert.

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In einer Statusmeldung des Nachrichten-Chefsprechers Jan Hofer hat es am Dienstag bereits geheißen: „Noch 5 Tage – dann gibt es eine ’neue‘ Tagesschau.“ Am Nachmittag hat der federführende NDR den Starttermin der Nachrichtensendung im neuen Studio bestätigt. Ab dem kommenden Samstag wird die bekannteste Nachrichtensendung Deutschlands optisch runderneuert daherkommen.

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Das 320 Quadratmeter große Studio strotzt nur so vor Technik, die Menschen im Studio fast überflüssig macht. Künftig werden die Sprecher und Moderatoren aller ARD Aktuell-Sendungen allein im Studio stehen, umzingelt von sechs vollautomatischen Kameras. Highlight der neuen Kulisse und der ganze Stolz der ARD: die rund 18 Meter lange und gebogene Video-Wand, die mit Panoramabildern, Fotos, Videos und Schrifteinblendungen bespielt werden kann. Im neuen Nachrichtenstudio stehen die Frontmänner in der Kulisse und nicht mehr in grünen Boxen.

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Der Neustart der Nachrichtensendung kommt nicht überraschend. Seit Tagen platzieren die Hamburger einzelne Trailer, die das bisherige Konzept der Sendung ironisch hinterfragen. Hier hat die ARD die Dienste der Kommunikationsagentur fischerAppelt in Anspruch genommen.

In die „Tagesschau“ kommt Bewegung
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Für die neue „Tagesschau“ sind neben dem technisch verbesserten Studio und dem Facelift der Kulisse auch leichte Änderungen in der Präsentationsform zu erwarten. In die neue „Tagesschau“ kommt Bewegung: Die Ausgaben um 16 und 17 Uhr werden zukünftig „offen“ moderiert. Das bedeutet: Die Moderatoren werden sich nicht mehr hinter ihrem Tisch verstecken. Auch sind kleinere Spaziergänge im Studio möglich. Bei den „Tagesthemen“ am späten Abend wird die Weite des Studios voll genutzt. Die Moderatoren Thomas Roth und Caren Miosga werden die volle Länge der Videowand nutzen. Die bezeichnet der Zweite Chefredakteur von ARD Aktuell, Thomas Hinrichs, als „Spielwiese“. Auch neu im Studio: Der Präsentationstisch ist zweigeteilt. Künftig werden die Moderatoren zwischen zwei Tischen hin- und herlaufen.

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Änderungen dieser Art  wird es hingegen bei der „Tagesschau“-Ausgabe um 20 Uhr nicht geben. Sie bleibt das „journalistische Stahlmantelgeschoss“, versichert ARD-Aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke. Dennoch sollen die Sendungen emotionaler werden. Die neue Wand ermöglicht nicht nur größere, sondern verspreche auch kräftigere Bilder, die den Zuschauer erreichen sollen. Hier komme zum Tragen, dass die Kulissenbilder real von der Studiowand kommen und nicht visuell übergelegt werden, so Gniffke.

„Tagesschau“ und „Tagesthemen“: Intromusik überarbeitet und neu

Dass sich die „Tagesschau“ am kommenden Samstag runderneuert präsentieren wird, lässt sich auch am Klang erkennen. Wie bereits vergangenes Jahr diskutiert wurde, hat Komponist Henning Lohner den Sound des   „Tagesschau“-Intros überarbeitet. Wie Gniffke erklärt, sei die  klassische „Tagesschau“-Fanfare zwar erhalten geblieben wurde aber wie bei jeder bisherigen Designänderung neu arrangiert. Zwar wird das geschulte Ohr die klassische Melodie weiter erkennen. Der ein oder andere Zuschauer dürfte allerdings denken, er hört nicht richtig. Für die „Tagesthemen“ gibt es gleich eine Neukomposition.

Mit der Live-Inbetriebnahme schaltet die ARD Aktuell-Redaktion aus dem wohl modernsten Studios Deutschlands. Eigentlich war der Start für die neue „Tagesschau“ bereits für Dezember 2012 geplant. Auf Grund von Ungereimtheiten mit der grafischen Darstellung verzögerten sich jedoch die Pläne. Das gesamte Projekt hatte die ARD mit rund 24 Millionen Euro Kosten angekündigt. Die habe man trotz der Verzögerungen eingehalten, versichern die Chefs.

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