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Ende der Lock-up-Frist: Twitters großer Showdown naht

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Die Stunde der Wahrheit rückt näher: Am 5. Mai endet die 180-tägige Haltefrist für Twitter-Aktionäre der ersten Stunde. Um Argumente gegen eine Verkaufsflut zu setzen, hat Twitter seine Quartalsbilanz auffällig früh terminiert. Gründer und Investoren geloben unterdessen ein langfristiges Engagement. 


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Es ist wieder soweit: Morgen nach Handelsschluss wird Yahoo die turnusmäßige Quartalssaison im Internetsektor eröffnen. Anleger blicken höchst sorgenvoll auf die kommenden Wochen, denn die Echos von 1999,  die wenig später im Internetcrash von 2000 endeten, sind kaum mehr zu überhören.

Besonders im Anlegerinteresse steht einer der größten Überflieger des vergangenen Jahres, der sich 2014 bislang im steilen Sinkflug befindet: Twitter. Der 140-Zeichendienst  kämpft in diesen Tagen gegen die tiefsten Notierungen seit dem Börsengang im November vergangenen Jahres. Von in der Spitze 75 Dollar Ende Dezember ging es auf nunmehr 41 Dollar hinunter. Bei 39 Dollar liegt das bisherige Allzeittief, das gefährdeter denn je.

Am 5. Mai endet die Haltefrist

Bleibt die Frage, wie tief Twitter eigentlich noch abstürzen kann? Sind die bisherigen Tiefststände erst einmal unterboten, rückt automatisch der Ausgabekurs in den Fokus – also jene Notierung, zu der Twitter im November 2013 an der NYSE debütierte. Zu 26 Dollar wurden Aktien seinerzeit ausgegeben. Investoren, die frühzeitig investieren, werden sich gut überlegen, wie viel sie von ihren Kursgewinnen noch bereit sind, herzugeben. 

Das gilt in erster Linie auch für Mitarbeiter, die zu weitaus tieferen Notierungen im Rahmen des IPOs zum Zuge kamen und ihre Anteile nach Ablauf der Haltefrist von 180 Tagen vergolden können. Der Stichtag naht: Am 5. Mai ist es so weit – Millionen Twitter-Aktien werden am Kapitalmarkt frei handelbar.

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Vertrauensbildende Maßnahmen: Gründer und Investoren wollen Aktien halten     

Welche Wirkung die Kapitalschwemme haben kann, haben Anleger bereits bei Facebook 2012 gesehen – das weltgrößte Social Network wurde an den Kapitalmärkten von den mehrfachen Haltefristen monatelang in Schach gehalten. Um Aktionären zusätzliche Argumente für ein längerfristiges Engagement zu liefern, hat Twitter seine jüngste Quartalsbilanz nun ungewöhnlich früh angesetzt. 

Die erste Geschäftsbilanz wurde noch am 5. Februar verkündet – über das März-Quartal soll nun schon am 29. April Rechenschaft abgelegt werden. Eine Lesart wäre, dass Twitter von seinem Quartal so überzeugt ist, dass es Anreize mit seiner Bilanz setzen möchte.

Um die Großwetterlage zu beruhigen, verbreitete Twitter gestern in einer Pflichtmitteilung, dass die Gründer Jack Dorsey und Evan Williams ebenso wie CEO Dick Costolo keine Aktien verkaufen würden. Die Investoren und Fonds Rizvi Traverse Management Insight Venture Partners, Kleiner Perkins und Lowercase Capital signalisierten ebenfalls ihre Haltebreitschaft. Vertrauensbildende Maßnahme vor dem großen Börsenshowdown – wie sich der Wind doch beim einstigen  Börsenflieger Twitter gedreht hat…

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