Neues Analyse-Tool: So twittern die deutschen Journalisten

fanpage karma hat ein neues Analyse-Tool für Journalisten programmiert.
fanpage karma hat ein neues Analyse-Tool für Journalisten programmiert.

Publishing Twitter ist ein Journalisten-Netzwerk. So lautet zumindest ein gängiges Vorurteil. Bestätigt wird das von einem neuen Tool, mit dem sich Medienschaffende auf Twitter selbst analysieren können. Der Tool-Entwickler fanpage karma hat eine Analyse-Seite ins Netz gestellt, die Tweets von Journalisten in Echtzeit auswertet.

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In den vergangenen acht Stunden haben über 190 Journalisten zusammen mehr 590 Tweets abgesendet. Die darin vermittelte Grundstimmung: eher negativ. Der Top-Tweet kommt von Bild-Sport-Redakteurin Ayla Mayerdas meistweiterverbreitete Bild hat der österreichische Journalist Armin Wolf in Umlauf gebracht und der Top-Link kommt von Blogger Martin Giesler. Eine Momentaufnahme der Twitteraktivitäten deutschsprachiger Journalisten am Montag, dem 14. April um 13.00 Uhr.

Derzeit erfasst das Journalisten-Analyse-Tool von fanpage karma  rund 600 Accounts von Journalisten, deren Tweets in Echtzeit ausgewertet und in Trends wiedergegeben werden. Fanpage karma wertet u.a. aus, welche Themen und Personen die Journalisten beschäftigen und zeigt auch die mitteilungsbedürftigsten Twitterer an. Anhand der Followerzahlen und Retweets im angegebenem Zeitraum ermittelt das Tool ebenso, welche Journalisten die populärsten Tweets abgesetzt haben.

Besonders interessant ist das Stimmungsbarometer. Ein Algorithmus wertet die Journalisten-Tweets aus und ordnet sie in positive oder negative Stimmungslagen ein. So tendiert die aktuelle Gesamtstimmung der Journalisten zu leicht negativen Tweets.

fanpage karma journalisten

Besonders viele Negativ-Tweets verzeichnet das Tool beim Thema Ukraine und Oscar Pistorious.

fanpage karma journalisten

Das Analysetool für Journalisten steht im Netz kostenfrei zur Verfügung. Die Liste der Reporter soll laufend aktualisiert und erweitert werden. Dafür setzt fanpage karma auch auf die Crowd, die Twitter-Nutzer per Mail empfehlen kann. Eine Einbettungsfunktion für Homepages oder Blogs gibt es nicht.

Für Journalisten ist das Tool ein interessantes Stimmungsbarometer. Zu Recherchezwecken dürfte die Anwendung für andere Berufsfelder wie beispielsweise Politiker allerdings interessanter sein. Derzeit arbeitet man in der Berliner Agentur an Ideen für die Umsetzung.

 

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