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Platzende Blasen: Internet- und Techaktien schwer unter Druck

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Die Party ist vorbei: LinkedIn, Twitter und Amazon stürzen dramatisch ab

Der Abschwung geht weiter: Internet- und Technologieaktien wurden auch diese Woche erneut hart abverkauft. Zahlreiche Börsenstars wie LinkedIn oder Amazon fielen im Wochenverlauf auf neue 6-Monatstiefs, während Twitter schon in die Nähe des bisherigen Allzeittiefs abstürzte.

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Nach den Echos von 1999 könnte nun der Frühling 2000 folgen – und der endete bekanntlich mit allerlei geplatzten Träumen. Vergleiche zum traumatischen Börsenbeben kurz nach der Jahrtausendwende werden bereits gezogen. „Es sieht aus, als wäre 2000 möglich“, schrieb der frühere Hedgefondsmanager und Gründer des Finanzinformationsdienstes TheStreet.com, James Cramer, am vergangenen Freitag.

In dieser Woche verfinsterte sich der Börsenhimmel weiter: Den dritten Handelstag in Folge gab die Technologiebörse Nasdaq zu Wochenbeginn deutlich nach und startete mit der schwächsten 3-Tages-Performance seit 2011 in die neue Börsenwoche. Gestern der nächste Rückschlag: Mit einem happigen Minus von drei Prozent verlor die Nasdaq an einem Handelstag so viel wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr.

Amazon, Facebook und Yahoo schon 20 Prozent unter Hochs

Besitzer von Internet- und Technologieaktien sind mitunter jedoch noch viel härter betroffen. Vor allem die großen Börsenüberflieger der vergangenen Jahre sind in diesen Tagen nach den wiederkehrenden Gesetzen der Schwerkräfte unter Druck geraten und auf den schwächsten Stand seit Jahresanfang, vergangenen Sommer oder gar vergangenen Jahres zurückgefallen:

Google: Befindet sich seit dem Aktiensplit unter Druck und hat bei 541 Dollar 11 % vom Top verloren

Facebook: Rutschte am Montag bei 55 Dollar auf den tiefsten Stand seit den Quartalszahlen und hat bei nunmehr 59 Dollar 19 % vom Top eingebüßt

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Yahoo: Plötzlich nützt selbst das Alibaba-IPO nicht mehr – die Yahoo-Aktie notiert bei 33 Dollar nunmehr 22 % unter den Höchstkursen

• Amazon:  Der Absturz des lange Zeit nach Google zweitwertvollsten Internetkonzerns erfolgt synchron – bei 317 Dollar sind binnen weniger Monate 22 % abhanden gekommen.

Twitter und LinkedIn brutal abgestürzt

• LinkedIn: Den Börsenstar der vergangenen Jahre trifft es noch härter – bei 170 Dollar liegt das Online-Business-Netzwerk 35 % unter den Hochs des letzten Sommers und markierte Montag erst frische 52-Wochen-Tiefs.

• Vor allem jedoch Twitter spürt den brutalen Liebeszug der Wall Street mit voller Härte. Bei 41 Dollar beendete der 140-Zeichen-Dienst gestern den Handel – das war der tiefste Stand seit vergangenem November kurz nach dem Börsengang. Seit den Allzeithochs im vergangenen Dezember hat Twitter 45 Prozent am Wert verloren, weil sich schlicht die Stimmung gedreht hat. Die alten Börsenregeln gelten auch im 21. Jahrhundert noch: Was hoch fliegt, kann tief fallen.

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