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taz-Redaktion lehnt Online-Chefin Böger in der Chefredaktion ab

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Der Schuss ging nach hinten los: Die Redaktionsversammlung der taz hat mehrheitlich abgelehnt, dass die Online-Chefin Frauke Böger in die Chefredaktion der gedruckten taz aufgenommen wird. Dabei waren sich taz-Chefredaktion, taz-Vorstand und Redaktionsrat einig, dass Böger in die Chefredaktion aufrücken sollte. Die Abstimmung der Redaktionsversammlung galt als Formsache. Denkste.

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Wie Newsroom.de berichtet, stimmten bei der Abstimmung der Redaktionsversammlung 40 Mitarbeiter für die Berufung Frauke Bögers in die Chefredaktion, 49 stimmte dagegen, sieben enthielten sich.  An der Personalie Frauke Böger scheiden sich in der taz-Redaktion offenbar die Geister. Das Votum solle – so ist aus der Redaktion zu hören – allerdings keinesfalls als generellen Vorbehalt gegen die Berufungs eines Onliner oder einer Onlinerin in die Chefredaktion verstanden werden. Dabei wäre die Abstimmung der Redaktionsversammlung gar nicht notwendig gewesen. Offenbar wollte sich Frauke Böger selbst der Abstimmung stellen, um den vollen Rückhalt der Redaktion zu haben. Den sie am Ende dann nicht hatte.

Jetzt muss der taz-Vorstand einen neuen Kandidaten oder eine neue Kandidatin für den Posten des stellvertretenden Chefredakteurs suchen.

Frauke Böger reagierte auf Twitter auf ihre Abstimmungsniederlage folgendermaßen:

Auf Twitter regte sich taz-Autor Deniz Yücel über die Abstimmungsniederlage auf:

Mit „SZ für Arme“ bezieht sich Yücel auf Widerstände bei der Berufung des sueddeutsche.de-Chefs Stefan Plöchinger in die Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung.  Angeblich wollen einige der  im Impressum der SZ vertretenen leitenden Redakteure ihn nicht in der SZ-Chefredaktion haben.

Update: In einer früheren Version stand, dass Plöchingers Berufung in die SZ-Chefredaktion bereits gescheitert sei. Dies war falsch, die entsprechende Abstimmung hat noch nicht stattgefunden. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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