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Suhrkamp-Streit: Barlach zieht Klage zurück

Der Suhrkamp-Gesellschafter Hans Barlach hat seine Klage gegen Ulla Unseld-Berkéwicz zurückgezogen. Damit kann die Verlagschefin den Insolvenzplan umsetzen. Der Streit an der Verlagsspitze ist damit aber noch nicht vorbei.

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Barlach sah sich zunächst vom Insolvenzplan benachteiligt. Allerdings standen seine Chancen, den Prozess gegen Unseld-Berkéwicz denkbar schlecht. Geplant ist, den Verlag von einer Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Über die Familienstiftung hält Unseld-Berkéwicz 61 Prozent am Verlag. In der neuen Gesellschaft würde Barlach viele Sonderrechte verlieren. Zudem hätte seine Medienholding mit steuerlichen Nachteilen zu kämpfen.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte am Dienstag erklärt, dass es Barlachs Anliegen für unbegründet halte. Daraufhin zog dieser die Klage zurück. In Karlsruhe läuft außerdem eine Verfassungsbeschwerde Barlachs, weil dieser sich in seinen Grundrechten  als Gesellschafter beschnitten sieht. Am 6. Mai will das OLG außerdem darüber entscheiden, ob Barlach durch die Beschlüsse einer Gesellschafterversammlung von 2011 in seinen Informationsrechten eingeschränkt wird.

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So sieht es ganz danach aus, als ob die jahrelange Fehde an der Suhrkamp-Spitze doch noch kein Ende hat. Die Suhrkamp-Chefin und Barlach streiten seit Jahren um die Verlagsführung. Der Zwist zwischen dem Gesellschafter und dem Verlagsclan hatte das Traditionshaus zuletzt enorm geschwächt.

 

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