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Kriegsfotografin Anja Niedringhaus wurde in Afghanistan erschossen

Anja Niedringhaus
Anja Niedringhaus

Die mehrfach preisgekrönte, renommierte deutsche Kriegsfotografin Anja Niedringhaus ist in Afghanistan erschossen worden. Ihre kanadische Kollegin Kathy Gannon wurde bei dem Angriff schwer verletzt. Beide Frauen arbeiteten für die us-amerikanische Nachrichtenagentur AP.

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Laut Medienberichten heißt es, der Täter, der in einem Polizeistützpunkt arbeitete, habe plötzlich angefangen zu schießen. Dabei wurden Niedringhaus und ihre Kollegin getroffen. Warum die Schießerei losging und die genauen Umstände des Vorfalls sind noch unklar. Im März war ein afghanischer Journalist, der für die französische Agentur AFP arbeitet, bei einer Schießerei in einem Hotel in Kabul ums Leben gekommen.

Anja Niedringhaus begann ihre Karriere in der Lokalredaktion der Neuen Westfälischen Zeitung in Höxter. Später ging sie für die Kindernothilfe nach Indien, studierte auf Lehramt und schrieb und fotografierte für das Göttinger Tageblatt. 1990 fing Niedringhaus bei der European Pressphoto Agency in Frankfurt am Main an. Später arbeitete sie für die Nachrichtenagentur AP als als Reporterin undKriegsberichterstatterin in Jugoslawien und Afghanistan. Bereits ihrem ersten Einsatz als Kriegsberichterstatterin in Sarajewo wurde von Heckenschützen getroffen, sie trug allerdings eine kugelsichere Weste.

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2003 gelang ihr ein Foto des damaligen US-Präsidenten George W. Bush mit gefaktem Thanksgiving-Truthahn bei einem Truppenbesuch im Irak. Das Foto ging um die Welt. Niedringhaus arbeitete auch als Sportfotografin. Sie hat u.a. den Pulitzerpreis in der Kategorie Nachrichtenberichterstattung gewonnen und 2011 den 1. Preis beim Abisag Tüllmann-Preis. Die Hannoversche Allgemeine hat einige der Bilder von Anja Niedringhaus zusammengestellt.

Biografische Daten: Wikipedia

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