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Der Xing-Höhenflug an der Börse: die 100-Euro-Aktie

Auf Expansionskurs: Xing-CEO Thomas Vollmoeller
Auf Expansionskurs: Xing-CEO Thomas Vollmoeller

Willkommen im Neuland: Während Internetaktien in den USA im März zuletzt deutlich korrigierten, erfreut sich Deutschlands erstes Web 2.0-Unternehmen an der Börse weiter ungebrochener Beliebtheit. Die Hamburger Xing AG hat in den vergangenen Wochen nicht nur neue Allzeithochs aufgestellt – diese Woche wurde sogar die 100 Euro-Marke geknackt. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial und raten zum Kauf.

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Die Einschläge schienen näher zu kommen.  Der Börsengang vom Candy Crash-Anbieter King floppte schwer, Twitter verlor binnen einer Handelswoche fast 20 Prozent an Wert, während Amazon auf 6-Monatstiefs taumelte. LinkedIn? Kippte gestern auf den tiefsten Stand seit vergangenem Sommer zurück. Geht die fünfjährige Party der Internetaktien krachend zu Ende?

Bei allen Internet-Überfliegern scheinen die Gesetze der Schwerkraft zu greifen: Wer hoch fliegt, stürzt irgendwann auch mal ab. Nur beim deutschen LinkedIn-Rivalen Xing ist das offenbar anders. Die Aktie scheint immun gegen Korrekturen jedweder Art zu sein und befindet sich tatsächlich in einem einjährigen Höhenflug.

Xing-Aktie steckte sieben Jahr in enger Handelsspanne

Vor exakt einem Jahr wurden die Aktie des Hamburger Business-Netzwerk noch zu Kursen von weniger als 40 Euro gehandelt – Notierungen, in deren Nähe Xing sieben Jahre zuvor als erstes Web 2.0-Unternehmen weltweit debütiert war. (Das Gang an die Börse erfolgte als OpenBC 2006 zu einem Ausgabekurs von 30 Euro.)

Nach Jahren in einer eigenen Handelsspanne brach die Aktie erst Monate nach der Übernahme der Mehrheit durch Burda aus. Das Münchner Medienhaus hatte die Mehrheit an Xing zu Kursen von 44 Euro übernommen.

Bei neuen Allzeithochs 580 Millionen Euro wert
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Aus heutiger Sicht ein extrem guter Preis, wie der enorme Kursanstieg der vergangenen Monate beweist. Im vergangenen Sommer wurden erneut Übernahmegerüchte durch LinkedIn für den Kursanstieg verantwortlich gemacht, doch die Höchstkurse konnten weitgehend verteidigt werden. Im vergangenen Oktober notierte Xing zu Allzeithochs bei 85 Euro, die Ende Februar schließlich getoppt wurden.

Es folgte die klassische Flucht nach vorne: Es fiel die 90-Euro-Marke, dann im Wochenverlauf sogar die 100-Euro-Schwelle. Bei gestern 103 Euro ist das Hamburger Internet-Unternehmen immerhin schon 580 Millionen Euro wert.

150 Prozent Plus in 12 Monaten – und Analysten erwarten mehr …

Glaubt man Analysten, könnten neue Bestmarken schon bald fallen. Deutsche Bank-Analyst Benjamin Kohnke rät in seiner neusten Studie weiter zum Kauf und hebt sein Kursziel nach der jüngsten Bilanzvorlage deutlich von 73 auf 110 Euro an.

Noch Kurspotenzial sieht Commerzbank-Analystin Heike Pauls, die das Kursziel im März von 90 auf 120 Euro nach oben korrigierte.  Nach Einschätzung der Analysten von Close Brothers Seydler besteht noch mehr Luft: Sogar 140 Euro werden als Zielmarke genannt. Was für ein Unterschied ein Jahr machen kann: Stolze 150 Prozent liegen Xing-Aktionäre schon jetzt vorne …

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