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Adblock Plus: Werbe-Manifest ein „allzu durchsichtiger Versuch“

Medienunternehmen haben AdBlockern den Kampf angesagt
Medienunternehmen haben AdBlockern den Kampf angesagt © Eyeo

Der Schlagabtausch zwischen Adblock Plus und den im Bundesverband digitale Wirtschaft (BVDW) organisierten Online-Werbevermarktern geht weiter. Am Donnerstag hatte Adblock Plus ein "Manifest für akzeptable Werbung" veröffentlicht. Der BVDW nennt das auf MEEDIA-Nachfrage einen "durchsichtigen Versuch".

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Zur Ausgangslage: Adblock Plus ist eine Software, die das Ausspielen von Werbung auch auf werbefinanzierten Websites verhindert. Den Publishern von Webseiten und den Online-Werbevermarktern ist das verständlicherweise ein Graus, denn die Minderung der Reichweite der ausgespielten Werbung senkt die Erlöse.

Adblock Plus hat nun seit einiger Zeit ein Programm für „akzeptable Anzeigen“. Solche Online-Werbung, die laut Ansicht der Firma nicht zu aufdringlich sei, wird auch Adblock Plus-Nutzern eingespielt. Wie der Blogger Sascha Pallenberg enthüllte, bekommt Adblock Plus von einer Reihe von US-Firmen, darunter Google, Amazon und Ebay, Geld für die Teilnahme an „Acceptable Ads“. Die Adblocker wiederum berufen sich darauf, einen „Mehrwert“ für die Firmen zu schaffen. Die Teilnahme an dem Programm sei ein „strategisches Investment“.

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Das nun vorgestellte Manifest definiert nun die Grundlagen für „akzeptable Werbung“, wie Adblock Plus sie sieht: „Nicht aufdringlich“, „klar als Werbeanzeige erkennbar“, „passens zur Seite, die der Nutzer besucht“.

Auf MEEDIA-Nachfrage kommentiert Oliver von Wersch von G+J Electronic Media Sales das Adblock-Manifest. Es handele sich um den „allzu durchsichtigen Versuch, mit für jeden seriösen Online-Vermarkter selbstverständlichen Werbeprinzipien eine Rechtfertigung für das fragwürdige Geschäftsmodell von Adblock Plus zu schaffen.“ Wersch ist auch Sprecher der Unit Mobile Advertising (MAC) des Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).

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