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Focus: 20 Mitarbeiter wechseln zum Juni ins Hauptstadt-Büro

Focus-Chefredakteur Jörg Quoos wird zwischen München und Berlin pendeln
Focus-Chefredakteur Jörg Quoos wird zwischen München und Berlin pendeln

Der Focus verlagert Teile seiner Redaktion nach Berlin. Wie bereits im Vorjahr angekündigt, sollen ab Juni die Ressorts Politik und Kultur überwiegend von Berlin aus gesteuert werden. Burda sieht die Hauptstadt für diese Themenbereiche als bestes Umfeld, am Standort München wird jedoch festgehalten.

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Chefredakteur Jörg Quoos hatte sich für die Verlegung stark gemacht und den Umzugsgedanken forciert. Der frühere Politikchef der Bild-Zeitung kennt die Hauptstadt und ihre Arbeitsbedingungen bestens. Wie zu hören ist, sieht in München nicht nur der Focus-Chefredakteur durch die Maßnahme die Chance, junge Kreative und hochkarätige Journalisten an das Blatt zu binden. Quoos selbst werde weiter zwischen Isar und Spree pendeln, zudem bleiben die Ressorts Wirtschaft, Forschung, Technik, Auto und Sport weiter im Süden, und auch die umziehenden Ressorts sollen weiter mit einzelnen Mitarbeitern in München vertreten sein.

Wie das Medienhaus auf Anfrage mitteilte, werden „mehr als 20 Mitarbeiter“ in die Hauptstadt wechseln, lediglich fünf hätten das Verlagsangebot abgelehnt und Abfindungen erhalten. Für die umzugswilligen Kollegen habe man „individuelle Pakete“ geschnürt, um den Standortwechsel zu erleichtern. Das Focus-Büro in Berlin war bereits in den vergangenen Jahren personell verstärkt worden. Mit dem nun erfolgenden Schritt, heißt es bei Burda, sei der Teil-Umzug abgeschlossen. Die Redakteure arbeiten künftig in der Burda-Dependance am Potsdamer Platz, in die bereits Ostern die Teams von Superillu und Guter Rat einziehen.

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Die Berlin-Frage hat in der Vergangenheit etliche Medienhäuser beschäftigt. Erst am Wochenende hatte der frühere Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust in seiner neuen Kolumne als Herausgeber von Springers Welt-Gruppe dem Hamburger Nachrichtenmagazin vorgeworfen, mit dem Festhalten am Hauptsitz Hamburg einen „Fehler“ begangenen zu haben und prophezeit, dass diese Entscheidung „irgendwann auch neu diskutiert“ werde.

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