Anzeige

Neues Bauer-Magazin verspricht: „Mutti kocht am besten“

Mutti.jpg

Nachwuchspower für Bauer: Die Hamburger ließen ihre Journalistenschüler in die Print-Versuchsküche, damit sie ihr eigenes Magazin-Menü kredenzen konnten. Herausgekommen ist Mutti: Ein junges Kochmagazin, das all denjenigen helfen soll, die gerade von Zuhause ausgezogen sind, aber noch nicht auf die Tipps von Mama verzichten wollen – oder können.

Anzeige
Anzeige

Die Idee hinter dem Konzept ist tatsächlich ganz charmant. Denn bei Mutti sprechen die Macher noch die Sprache der Leser. Rund 30 Schüler der Bauer Media Academy kümmerten sich um die gesamte Produktion. Unterstützt wurden sie von Multi-Chefredakteur Uwe Bokelmann (TV 14, Welt der Wunder, Happinez) und der Lecker-Macherin Jessika Brendel. „Mutti ist bunt, laut, kreativ, originell. Mutti rockt“, kommentiert Brendel überschwänglich. „Das Magazin inspiriert und informiert, deckt kulinarische Trends auf und macht Lust und Laune auf Experimente in der Küche und das Kochen mit Freunden“.

Burger_Strecke.pdf-1

Aus Produzentensicht, ist das neue Print-Gericht gelungen. Mutti steckt voller netter Ideen. So gibt es eine Brotbackstrecke mit der schönen Zeile „Baking Bread“, die sich auch optisch nah an dem Serien-Hit bewegt oder ein Stück, dass erklärt, wie man am besten Schoko-Osterhasen tötet und weiterverarbeitet.

Wach_mit_Karacho_mutti

Nach Meinung der Chefredakteurin verkörpert der Neuling „den Lifestyle einer ganzen Generation“. Allerdings bleibt die Frage offen, ob diese Generation überhaupt noch 4,50 Euro für ein Magazine ausgibt oder die Macher nicht lieber eine App oder ein Blog gemacht hätten, wenn sie schon die Sprache der Zielgruppe sprechen wollen.

Anzeige

SweetSalty.pdf-1

Sollte das Experiment aufgehen, dann hoffen die Macher das Blatt in Serie zu schicken. Allerdings dürfte das noch mit einem erheblichen logistischen Aufwand verbunden sein. Noch hat Mutti keine feste Redaktion. Die Volontäre gehen alle zu ihren Stammtiteln zurück. Zudem ist das Heft für Bauer-Verhältnisse erstaunlich aufwändig produziert. Bei einer solchen Ausstattung müssen die Vertriebsprofis schon einige Exemplare absetzten, damit es sich rechnet.

Handwerklich hat das Magazin einiges drauf. Das Layout passt, Rezepte und Ansprache sind gut. Allerdings: Mutti würde das Magazin nicht kaufen. Hoffentlich machen es ihre Kinder.

Mutti erscheint am 9. April im Bookazine-Format für 4,50 Euro. Die Auflage beträgt 125.000 Exemplare.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*