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Fototermin im Hoeneß-Knast: Journalisten, die auf Zellen starren

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Es ist der Medientermin des Tages: Die JVA Landsberg hat gerufen und rund 150 Medienvertreter kamen, um sich das Gefängnis anzusehen, in dem Uli Hoeneß schon bald seine Haftstrafe antreten wird. Spektakuläre Erkenntnisse des Ortstermin: Es gibt eine Anstaltsmetzgerei, einen Fußballplatz und eine BVB-Zelle. Aha!

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Die Situation entbehrte nicht einer gewissen Komik. Am Montag zog ein Trupp von rund 150 Journalisten durch die Justizvollzugsanstalt in Landsberg. Geladen hatte sie die Gefängnisdirektion. Ziel der Aktion war es das große Informationsbedürfnis der Medien an den Bedingungen des bayerischen Hoeneß-Kittchens zu stillen.

Medientag JVA Landsberg

Was Hoeneß zum Beginn seiner Haft erwartet verriet die Zuchthaus-Chefin Monika Groß. „Es werden alle gleich behandelt“. Hoeneß müsse nach seinem Haftantritt zunächst eine maximal zweiwöchige Zugangsphase mit mehreren Untersuchungen durchlaufen.

Medientag JVA Landsberg

Das Ergebnis der Aktion ist eine unfreiwillig komische Mediennummer geworden. Bereits wenige Stunden später ist das Web voll mit Klickgalerien, die überwiegend aus drei Arten von Motiven bestehen. Sie zeigen:

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1.    Leere Zellen
2.    Große Gruppen von Journalisten, die durch ein Gefängnis laufen oder vor einem Tor oder auf einem Fußballplatz stehen
3.    Vermeintlich lustige Details aus den leeren Zellen und Gängen.

So fand die Mopo eine „BVB-Zelle“, weil am Rand eines Spiegels noch die Reste eines BVB-Aufklebers zu sehen sind. Zudem gibt es, wie in jedem Gefängnis, auch eine Metzgerei. Aha, dachten sich da die Medienvertreter. Das ist ja lustig. Hoeneß ist gelernter Metzger und besitzt ein Würstchenimperium. Also musste auch das als Aufhänger herhalten.

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Am ehrlichsten ging die Bild mit dem Thema um. Die titelte gleich: „Bild im Hoeneß-Knast“. Als Bebilderung gab es ein Foto von Bild-Reporter Oliver Grothmann in einer Zelle. Auch eine Art Selfie-Journalismus. Inhaltlich lieferte das Boulevard-Stück allerdings mehr Hintergrund-Infos als die Storys vieler anderer Kollegen.

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